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Während die einen von den "Smart Mobs" träumen, erfinden andere Gangs mit der Technik neue Spiele der Gewalt wie "Happy Slapping". Jugendliche schwärmen aus auf der Suche nach Opfern, die sie meist grundlos plötzlich angreifen und mehr oder weniger heftig schlagen. Das wird von einem der Gruppe mit dem Kamerahandy aufgenommen und dann gleich weiter verschickt. Vermutlich geht es dabei auch darum, wer die die besten Überfälle inszeniert. Geplanter oder immanenter Nebeneffekt ist die Demütigung der Opfer, die in Form der Bilder ebenfalls weiter gereicht wird. |
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In Großbritannien verbreitet sich die Mode des Happy Slapping: Jugendbanden schlagen vor laufender Kamera mehr oder weniger brutal Unbekannte und verbreiten dann die Videos im Internet. |
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Kevin Browne und Catherine Hamilton-Giachritsis von der University of Birmingham haben sechs nordamerikanische Reviews analysiert, die sich mit der Auswirkung von medialer Gewalt auf Kinder beschäftigen. Die Analyse hat ergeben, dass zwischen passivem Konsum (Fernsehen und Film) bzw. aktivem Konsum (Video- und Computerspiele) und dem aggressiven, kurzfristigen, Verhalten eines kleineren Kindes ein Zusammenhang besteht. Sehen kleine Kinder brutale Bilder in den Medien, können diese einen erheblichen Einfluss auf ihr kurzfristiges Verhalten haben. Gedanken und Emotionen werden von den Bildern gelenkt und die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Kinder aggressiv oder ängstlich verhalten, steigt. |
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Im nächsten öffentlichen Sonntagsgespräch der Universität Leipzig will der streitbare Sozialpsychologe und Jurist Christian Pfeiffer seine Theorie vorstellen, der zufolge ein erhöhter Fernseh-, PC- und Spielekonsum bei Kindern und Jugendlichen zu "Medienverwahrlosung" führe. In Folge drohen laut Pfeiffer Schulversagen, steigende Jugendkriminalität und im Extremfall zu Gewalttätern und Amokläufern werdende Schüler. |
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Dass zu langes Fernsehglotzen und Computer- bzw. Videospielen Schüler ebenso vom Lernen abhält wie andere exzessive Tätigkeiten, ist nichts Neues. Ein von der Volkswagenstiftung finanziertes Forscherteam um Professor Dr. Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen soll nun ermitteln, in welchem Zusammenhang ein erhöhter Medienkonsum und in den vergangenen Jahren verstärkt zu beobachtende Leistungsdefizite von Schülern, insbesondere von Jungen, stehen. |
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Gefahr durch exzessiven Medienkonsum: Kinder und Jugendliche, die in großem Umfang fernsehen, Videos und Computerspiele konsumieren, müssen mit eklatanten Leistungseinbrüchen in der Schule rechnen. Zu diesem Ergebnis kommen jüngste Erhebungen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. |
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Interview mit Annette Schavan (CDU), baden-württembergische Kultusministerin, über Gewalt an Schulen: Die Ursachen liegen ihrer Meinung nach auch in der Darstellung von Gewalt in den Medien. Die bestehenden Regelungen zur Abgabe von Gewaltvideos an Jugendliche empfindet die Ministerin als unzureichend: "In Wirklichkeit existiert auf diesem Markt vieles, was Jugendlichen am Ende doch zugänglich ist und sie in Welten hinein nimmt, in denen zwischen Realität und Filmwelt nicht mehr unterschieden wird." |
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Unter dem Titel "Wie gut ist, was Kinder sehen? Wie sehen Kinder gut?" läuft das mehrjährige, interdisziplinär angelegte Forschungsprojekt „Ravensburger Jugend-Medienstudien“ an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Gefördert von der Stiftung Ravensburger Verlag sollen die Mediennutzung und ihre Folgen für die Wertorientierung und die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen untersucht werden. Die Wissenschaftler stellten jetzt erste Ergebnisse vor. |
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Unter dem Titel "Wie gut ist, was Kinder sehen? Wie sehen Kinder gut?" läuft das mehrjährige, interdisziplinär angelegte Forschungsprojekt „Ravensburger Jugend-Medienstudien“ an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Gefördert von der Stiftung Ravensburger Verlag sollen die Mediennutzung und ihre Folgen für die Wertorientierung und die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen untersucht werden. Die Wissenschaftler stellten jetzt erste Ergebnisse vor. |
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Wenn Kinder vielen Gewaltprogrammen im Fernsehen ausgesetzt sind, werden sie mit höherer Wahrscheinlichkeit zu aggressiven Erwachsenen. Zu diesem Schluss kommt eine Langzeitstudie der Universität Michigan. |
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Manfred Riepe kritisiert, dass die Medien ein verzerrtes Bild vom Einfluss von Gewaltdarstellungen vermitteln. Der Autor untersucht das diffuse Durcheinander von arglosen Falschdarstellungen und fragwürdigen Wirkungsstudien, um zum Schluss festzustellen: „Man muß Horrorfilme nicht mögen, aber ihr Verbot zu fordern, weil sie, wie gelegentlich behauptet wurde, auch Rechtsradikalen zur Stimulanz dienten, hat sich im nachhinein als nicht richtig erwiesen.“ |
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Ausgehend von der Debatte um den Erfurter Amoklauf und seine möglichen Ursachen befragt Jürgen Hoeren den SWR-Intendanten Peter Voß zum Thema Gewalt in den Medien. Neben fiktionaler Gewalt, wie z. B. in Actionserien dargestellt, kommt die Berichterstattung der Medien über reale Gewalt zur Sprache. |
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Über die Verantwortung der Medien in der Gesellschaft. |
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Brutalität für sich sprechen lassen: Nach Erfurt wurde eine seiner Installationen verboten. Nun ist Bjarne Melgaard mit der Ausstellung "Interface to God" in der Kieler Kunsthalle zu sehen. |
die tageszeitung: www.taz.de - erschienen: 10.08.2002 |
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Wie jugendgefährdend und gewaltverherrlichend sind die Programme des deutschen Fernsehens? Nach dem Massaker von Erfurt stehen auch TV-Beiträge unter Verdacht, zur Verrohung der Gesellschaft beizutragen: Klicken Sie sich durch eine Stichproben-Kontrolle an einem ganz gewöhnlichen Fernsehdienstag. |
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Mehr als 5000 Studien gibt es inzwischen weltweit, die sich mit einem Thema auseinandersetzen: Medien und Gewalt. Die Frage, ob und wie Gewaltdarstellungen in den Medien Aggressionen auslösen können, ist aber immer noch nicht eindeutig beantwortet. |
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Der Amoklauf und Massenmord in Erfurt hat viele Auswirkungen. Neben dem unsäglichen Leid der direkt Betroffenen finden Medien und Politiker in den Ereignissen ein quotenträchtiges Thema. Was nicht verwundert, weil es eingeübten Regeln und Ritualen folgt, ist die schnelle Findung der letztlich Schuldigen: Film, Fernsehen, Musik, Computerspiele bzw. allgemeiner Gewaltinhalte der Medien. Doch es stellt sich die Frage, auf welcher Basis solche Schuldsprüche eigentlich aufbauen. |
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Der Künstler und Medientheoretiker Peter Weibel vom Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe hat vor einem Verbot von Bildern mit Gewaltszenen gewarnt. Wenn man Bilder verbiete, gestehe man ihnen eine Macht zu, die sie gar nicht hätten, sagte Weibel im DeutschlandRadio. |
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Nach Ereignissen wie dem Massaker oder dem Selbstmordanschlag im Gutenberg-Gymnasium in Erfurt herrscht nicht etwa Stille, sondern aufgeregtes Reden. Die Öffentlichkeit wird ein zweites Mal beschossen mit Bildern und Worten, die irgendwie das Ereignis zum Thema haben. Der Zweck scheint zu sein, es in die Köpfe der Menschen zu brennen und so eine Synchronisierung der Gesellschaft zu leisten - verbrämt durch Berichterstattung, Expertenmeinungen und Betroffenenäußerungen. Was ist es - abgesehen vom Zwang zur Konformität, der die Medien zwingt, aus Konkurrenzgründen die "Topstory" zu behandeln -, was die Medien als kollektive Aufmerksamkeitsorgane bannt, um auf allen Kanälen und Seiten immer wieder das Entsetzen zu wiederholen? Warnung, Verarbeitung, Angstabbau, Prävention? Hinter all dem Zusammenspiel zwischen Gewalt, Medien und Schocks liegen vermutlich die erst ansatzweise begriffenen Handlungsmuster der Aufmerksamkeitsgesellschaft. |
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Nach einer amerikanischen Langzeitstudie über die Auswirkungen des Fernsehkonsums auf aggressives Verhalten neigen Heranwachsende, die täglich mehr als eine Stunde Fernsehen, eher zur Gewalt als die stärker TV-abstinenten. Die Gründe für die Verbindung zwischen längerem Fernsehkonsum und zunehmender Aggressivität bleiben allerdings noch immer spekulativ. |
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Machen Mord und Totschlag im Film Minderjährige zu kaltblütigen Verbrechern? Ja, glauben immer mehr Amerikaner - und offenbar auch ihr Präsident: Bill Clinton läßt jetzt die Werbepraktiken Hollywoods untersuchen. Die Filmbranche reagiert verunsichert und empört. |
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Tilman Gangloff bewertet kritisch die Thesen des Augsburger Pädagogen Werner Glogauer, den er als "Gallionsfigur der Hysteriker und Fatalisten" bezeichnet. Die Frage, ob Gewalt in den Medien reale Gewalt oder eine erhöhte Gewaltbereitschaft erzeuge, lasse sich nicht pauschal beantworten. Einige Tendenzen und Trends hält Gangloff für bedenklich, gleichzeitig warnt er aber vor monokausalen und verallgemeinernden Argumentationen. Tilmann P. Gangloff publiziert als freier Autor und Medienfachjournalist in zahlreichen Printmedien des In- und Auslands und ist Jurymitglied zahlreicher Medienpreise. |
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Tilmann Gangloff diskutiert den gesellschaftlichen Anspruch, Kinder sowohl vor den schädlichen Auswirkungen des Fernsehens und der Medien zu schützen als auch als Zielgruppe von Medien und Werbung zu sehen. Der Autor zeigt dabei die Grenzen der technischen Möglichkeiten des Jugendschutzes auf. Tilmann P. Gangloff publiziert als freier Autor und Medienfachjournalist in zahlreichen Printmedien des In- und Auslands und ist Jurymitglied zahlreicher Medienpreise. |
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Christian Hörburger erläutert unterschiedliche Zugänge für die Beschäftigung mit der Krisen- und Kriegsberichterstattung von ARD und ZDF. Neben einer analytischen Betrachtung werden die wichtigsten Probleme beim Umgang mit dem Nachrichtenmedium Fernsehen für die Medienerziehung aufgearbeitet. Als Anschauungsmaterial dienen ausgewählte Filmsequenzen der Magazine "Weltspiegel", "auslandsjournal" und "Tagesschau" über die Kriege in Somalia und dem ehemaligen Jugoslawien. Der Autor macht viele Vorschläge, wie man im Unterricht mit geigneten Fragestellungen und entsprechenden Materialien zur Bildung von Medienkompetenz beitragen kann. Christian Hörburger ist Hörspiel- und Fernsehkritiker, arbeitet als Redakteur im Projekt Medi@culture-Online des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg und gehörte Von 1979 - 2001 der Jury des Hörspielpreises der Kriegsblinden an. |
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Bei der Diskussion um Aggression und Gewalt von Kindern und Jugendlichen wird die Schuld oft vorschnell den Medien zugeschoben. Gangloff versucht die Ursachen von Gewalt differenzierter zu ergründen und ihren Zusammenhang zu Gewaltdarstellungen im Fernsehen herauszuarbeiten. Tilmann P. Gangloff publiziert als freier Autor und Medienfachjournalist in zahlreichen Printmedien des In- und Auslands und ist Jurymitglied zahlreicher Medienpreise. |
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