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Film & Fernsehen: Forschung

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat im März 2010 den Bericht über Gewalt in den Medien von Prof. Dr. Kunczik von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Dr. Astrid Zipfel von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf veröffentlicht. Während der Kurzbericht knapp die Ergebnisse und die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen referiert, werden in der Langfassung begriffliche und methodische Grundlagen, Befunde von Inhaltsanalysen (Zeitungen, Film und Fernsehen, Musik, Musikvideos und Computerspiele), Motive für den Konsum von Mediengewalt, Wirkungstheorien, Einflussfaktoren im Wirkungsprozess und Empfehlungen für medienpädagogische Maßnahmen ausführlich und differenziert dargelegt, erörtert und diskutiert.
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: www.bmfsfj.de - erschienen: März 2010
Das Forscherteam Werner Hopf, Günter Huber und Rudolf Weiß hat mehrere Jahre an einer zweijährigen Längsschnittstudie über die Wirkungen von Mediengewalt auf Kinder und Jugendliche gearbeitet - der bislang größten Längsschnittstudie im deutschsprachigen Raum. Die Ergebnisse der Studie zeigen eindeutig, dass der Konsum von Mediengewalt spätere Gewalttätigkeit und Gewaltdelinquenz bewirkt – und zwar stärker als andere Risikofaktoren. Von besonderer Bedeutung waren dazu die Ergebnisse, dass das Spielen von gewalthaltigen Computer- und Videospielen der stärkste Risikofaktor für Gewaltkriminalität ist. In der Kombination mit der realen Erfahrung von aggressiven Emotionen und Rachemotiven entsteht reale Schülergewalt und Gewaltkriminalität. Je häufiger Schüler während der Kindheit, also im Grundschulalter, Horror- und Gewaltfilme anschauen und je mehr sie sich mit gewalthaltigen elektronischen Spielen (Video- oder Computergewaltspiele) in der beginnenden Adoleszenz beschäftigen, umso höher sind ihre Gewalttätigkeit in der Schule und ihre Gewaltkriminalität im Alter von 14 Jahren. Der Kausalzusammenhang Mediengewaltkonsum -> Aggression beginnt unter entwicklungspsychologischer Perspektive schon im Grundschulalter. Das Resultat eines solchen Langzeit-Mediengewaltkonsums ist eine aggressivere Persönlichkeit und ein antisoziales Verhalten. Bei einem Vergleich der drei Medientypen zeigte sich, dass die Schülergewalt der 14-Jährigen am stärksten durch den früheren Konsum von Horror-Gewalt-Filmen und deren Delinquenz am stärksten durch Computergewaltspiele bedingt ist.
Medienheft: www.medienheft.ch - erschienen: 30.08.2008
Anja Jerkan vom Institut für angewandte Kindermedienforschung diskutiert die Aussagen des Medienkritiker Prof. Dr. Christian Pfeiffer, dass unkontrollierter Medienkonsum (vor allem bei Jugendlichen) gewalttätig und dumm machen würde, und die seiner Gegenkritiker, die ihm Pauschalisierung vorwerfen, alle Täter über einen Kamm zu scheren. Denn Pfeiffer sieht die Schuld nicht bei den Konsumenten von Mediengewalt, sondern Pfeiffer kritisiere vielmehr die Medienmacher, die in ihrer Programmgestaltung und inhaltlichen Auswahl der Bevölkerung falsche Werte suggerieren. Im Fazit kommt die Autorin zu dem Schluss, dass ihre eigenen persönlichen Erfahrungen mit Jugendlichen im Alltag leider die von Pfeiffer aufgestellten Behauptungen bestätigen.
Institut für angewandte Kindermedienforschung: www.hdm-stuttgart.de/ifak - erschienen: 2007
Prof. Dr. Christian Pfeiffer kritisiert nicht nur den Einfluss medialer Gewalt auf Kinder und Jugendliche, sondern auf die gesamte Bevölkerung. Er beschreibt mit Windzio und Kleinmann in ihrem Essay „Die Medien, das Böse und wir“ die Folgen der Mediennutzung auf die Kriminalitätswahrnehmung, Strafbedürfnisse und Kriminalpolitik der Deutschen.
Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen: www.kfn.de - erschienen: 2004
Prof. Dr. Christian Pfeiffer sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dem exzessiven Fernsehkonsum vieler Kinder und Jugendlicher und Jugenddelinquenz. Da durch Fernsehgeräte in Kinderzimmern der Jugendschutz wirksam unterlaufen wird, fordert Pfeiffer ein "Verbot der Fernsehausstrahlung von Filmen, die von der Freiwilligen Selbstkontrolle wegen ihres jugendgefährdenden Inhalts erst ab 18 freigegeben sind". Seine Aussagen beruhen auf den Ergebnissen der KIM-Studie 2003 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest zum Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen. Prof. Dr. Christian Pfeiffer studierte Rechtswissenschaften und Sozialpsychologie an der Universität München und der London School of Economics and Political Sciences, promovierte zum Thema "Kriminalprävention im Jugendgerichtsverfahren", leitet seit 1988 das "Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsens" und war von 2000 bis 2003 Justizminister in Niedersachsen .
Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen: www.kfn.de - erschienen: 2003
Eine britische Studie untersuchte die Auswirkungen von Gewaltdarstellungen auf Kinder und kam zu aufschlussreichen Ergebnissen. Nach dem Blutbad von Erfurt wurde hitzig über den negativen Einfluss von Computerspielen, Kinofilmen und Gewaltdarstellungen aller Art gestritten und damit einmal mehr der zweite Schritt vor dem ersten getan. Denn die grundlegendere Frage, wie Kinder und Jugendliche medial vermittelte Gewalt erleben und mit ihr umgehen, beantworteten Politiker und Talkshowgäste allzu oft mit einer wüsten Mischung aus Populismus und Küchenpsychologie. Eine aktuelle Studie, die vom British Board of Film Classification, der BBC, der Broadcasting Standards Commission und der Independent Television Commission herausgegeben wurde, liefert nun eine sehr viel sachdienlichere Diskussionsgrundlage.
Telepolis: www.telepolis.de - erschienen: 26.09.03
Die Folien des Vortrags von Prof. Dr. Joachim Funke vom Psychologischen Institut der Universität Heidelberg auf Einladung der KHG Heidelberg beschreiben Gewalt als Medienphänomen, referieren den aktuellen Stand der Forschung über die Medienwirkungen von Gewaltdarstellungen, thematisieren Aspekte der Fernsehsucht und gehen auf die Vermittlung von Medienkompetenz als präventive Maßnahme gegen die Auswirkungen von Mediengewalt ein. Sein Resümee: Es gibt Gewalt in den Medien und in den Köpfen der zuschauenden Menschen, wenn die Medien nicht kritisch reflektiert werden. Sein Rat: Medienkompetenz entwickeln, Konsum von Gewaltdarstellungen kontrollieren und Alternativen zum Medienkonsum suchen.
Psychologisches Institut Heidelberg: www.psychologie.uni-heidelberg.de - erschienen: 14.05.2003
Auditive Medienangebote standen in den vergangenen Jahren nicht im Zentrum der medienwissenschaftlichen Forschung. Die Hörmedien, allen voran ihr klassischer Vertreter, das Radio, wurden ebenso vernachlässigt wie die auditiven Elemente des Fernsehens. Ob vom Radio und von den auditiven Elementen des Fernsehens auch Beeinträchtigungen für Kinder und Jugendliche ausgehen, ist unklar. Geht es um mediale Gewalt, das zentrale Thema jugendschützerischen Bemühens, ist also zu hinterfragen, welchen Einfluss auditive Reize im Radio und im Fernsehen auf Heranwachsende haben. Die Studie wurde von Prof. Dr. Bernd Schorb und Dr. Anja Hartung im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft mitteldeutscher Landesmedienanstalten durchgeführt.
Lehrstuhl für Medienpädagogik und Weiterbildung an der Universität Leipzig: www.uni-leipzig.de/~mepaed - erschienen: 2003
Wochen dominierte ein Thema die Medien: der Krieg im Irak. In den Berichten sind Bombardements, Verletzte und Tote zu sehen. Kinder haben zu diesen Bildern und den Ereignissen ihre eigene Perspektive. Sie haben Sorgen, Fragen, Informationsbedarf und das Bedürfnis, ihre Sicht der Dinge und ihre Gefühle darzustellen. Wodurch sich diese Perspektive von Kindern auszeichnet und wie Kinderfernsehen mit der Problematik umgeht, untersucht derzeit das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) in Zusammenarbeit mit internationalen WissenschaftlerInnen. Die Fachzeitschrift TELEVIZION behandelt dieses Thema schwerpunktmäßig in der Ausgabe 16/2003/2.
Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI): www.izi.de - erschienen: 2003
Der Autor Dr. Waldmar Vogelgesang diskutiert in diesem Vortrag die Thesen, dass die Jugend sich zu einer vielgestaltigen und autonomen Lebensform entwickelt, dass die Freizeit zunehmend als Erlebnismittelpunkt und jugendkulturelle Arena dient und dass die heutige Jugend als erste Gruppe, die Kultur als Medien- und Computerkultur kennengelernt hat, Gemeinschaften, soziale Beziehungen und Identitäten in einem ganz und gar neuen und originären kulturellen Raum schafft. Waldemar Vogelgesang ist wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Trier im Fach Soziologie, seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Jugend-, Medien- und Bildungssoziologie sowie der Kultur- und Lebensstilforschung.
Waldemar Vogelgesang: www.waldemar-vogelgesang.de - erschienen: 02.10.02
Michael Kunczik und Astrid Zipfel fassen in ihrem Beitrag ausgewählte populärwissenschaftliche Thesen zur Wirkung von Gewaltdarstellungen zusammen und hinterfragen sie kritisch. Im Gegenzug gehen sie dann auf aktuelle wissenschaftliche Forschungsansätze und –ergebnisse der Mediengewaltforschung ein, die monokausale Erklärungsmuster von Gewalthandlungen meist widerlegen. Michael Kunczik ist Professor am Institut für Publizistik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Forschungsschwerpunkte sind Medien und Gewalt, internationale Kommunikation, Public Relations.
medi@culture online: www.mediaculture-online.de - erschienen: 2002 - pdf - html - rtf
Dr. Karsten Weber fasst in einem wissenschaftlichen Aufsatz die Befunde der Medienwirkungsforschung zum Thema Mediengewalt zusammen. Dr. Karsten Weber war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Philosophische Grundlagen Kulturwissenschaftlicher Analyse an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Weitere Artikel: Mit Gewalt Schlagzeilen machen - Gewaltdarstellungen als Unterhaltung im Internet - Gewaltdarstellungen und deren Reglementierung im Internet - Die Rolle der Medien für die Deeskalation der Chaos-Tage 2000.
Lehrstuhl für Philosophische Grundlagen Kulturwissenschaftlicher Analyse an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder): www.kuwi.europa-uni.de - erschienen: 2002
Prof. Dr. Jürgen Grimm untersucht den Einfluss von ästhetischen und dramaturgischen Faktoren im Film auf die Aggressivität und Gewaltbereitschaft der ZuschauerInnen. Empirische Untersuchungen führen ihn zu ambivalenten Ergebnissen: So hemmen blutige Gewaltszenen im Film einerseits die Aggressionsbereitschaft, untergraben aber gleichzeitig auch soziale Einstellungen und erzeugen Angst. Die Gefahr der Imitation von filmischen Gewaltdarstellungen wird seiner Ansicht nach eher überschätzt. Weit größeren Einfluß als isolierte Gewaltszenen haben Darstellungsform und dramaturgische Aspekte. Eine totale Eliminierung von "schmutzigen" Gewaltszenen lehnt er deshalb ab. Jürgen Grimm habilitierte 1998 zum Thema "Wirkungen von Fernsehgewalt". Er ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der Universität Augsburg, außerdem Privatdozent für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Mannheim und Leiter des Forschungsprojektes "Talkshow".
das onlineforum medienpädagogik: www.kreidestriche.de - erschienen: 2000
"Die These, Mediengewalt führe in aller Regel zu gesteigerter Aggressivität, ist schon fast zur kulturellen Selbstverständlichkeit geworden und wirkt ganz offensichtlich anders als die Anhänger dieser These es wünschen, nämlich womöglich gewaltsteigernd", stellt Prof. Dr. Michael Kunczik fest. Fundierte Forschungsergebnisse der Kommunikationswissenschaft hingegen würden oft von Praktikern ignoriert und abgewertet zugunsten laienhafter Vorstellungen über die Wirkung von Medien. Der Autor vergleicht verschiedene Thesen zur Wirkung von Gewaltdarstellungen (Habitualisierungsthese, Suggestionsthese) und bezieht auch lerntheortische Überlegungen zur Einordnung von Forschungsergebnissen mit ein. Wichtige Befunde zur Wirkung von Berichterstattung über reale Gewalt werden thesenhaft aufgeführt. Michael Kunczik ist Professor am Institut für Publizistik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Forschungsschwerpunkte sind Medien und Gewalt, internationale Kommunikation, Public Relations.
Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur: www.gmk-net.de - erschienen: 2000
Neben Gewaltfilmen und exzessiven TV-Konsum spielen weitere Faktoren eine zentrale Rolle für die zunehmende Gewalt in unserer Gesellschaft. Hermann Meyn beschreibt die Auswirkungen von Mediengewalt und gibt einen Überblick über die verschiedenen Vorschläge von Fernsehanstalten und Politikern zur Verringerung von Gewaltdarstellungen in den Medien. Dr. phil. Hermann Meyn studierte Politologie, Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin, ist als freier Journalist (u. a. RIAS, Südwestfunk, SPIEGEL) tätig und seit 1989 Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands.
medi@culture online: www.mediaculture-online.de - erschienen: 1999 - pdf - html - rtf
Prof. Hans-Dieter Kübler erläutert die Theorien und Forschungsmethoden, die bei der Erforschung des Themas "Kinder und Fernsehgewalt" eine Rolle spielen, und zeigt ihre jeweiligen Schwächen auf. Dieser Text dabei ist ein historischer Rückblick über die Fernsehgewaltforschung und zeigt, woher viele wissenschaftlich nicht haltbare Ansichten zu diesem Thema kommen, und dass sinnvolle Ergebnisse nicht auf monokausalen Annahmen beruhen können. Deutlich wird, dass in der seriösen Wissenschaft die Erkenntnisinteressen und Vorgehensweisen differenzierter und vorsichtiger geworden sind. Prof. Hans-Dieter Kübler lehrt Medien-, Sozial-, und Kulturwissenschaften an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, arbeitet als Privatdozent an der Wilhelms-Universität Münster, ist Vorsitzender des Instituts für Medien- und Kommunikationsforschung e.V. (IMKO) und war Gründungsmitglied der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK).
medi@culture online: www.mediaculture-online.de - erschienen: 1999 - pdf - html - rtf
Prof. Dr. Jo Groebel untersuchte Ende der 90er Jahre im Auftrag der UNESCO die Wirkung der Gewaltdarstellungen im Fernsehen an rund 5500 zwölfjährigen Jungen und Mädchen aus 23 Ländern. Die bislang größte Studie dieser Art zur Mediengewalt kommt zu dem Schluss, dass "Mediengewalt universell [ist]. Sie befriedigt unterschiedliche Bedürfnisse: Sie kompensiert Frustrationen und Defizite in Problemregionen und ermöglicht Risikoerlebnisse in weniger problematischen Umfeldern. Für Jungen bietet sie attraktive Rollenmodelle. Wo intakte Familienstrukturen fehlen, werden sie durch kompensatorische Rollen à la "Terminator" ersetzt. Nicht einzelne Filme, sondern Ausmaß und Allgegenwart von Mediengewalt sind das Hauptproblem. Damit tragen sie zu einer global aggressiven Kultur bei: Statt gewaltfreier Problemlösungen wird Gewalt als erfolgreiche Strategie systematisch gefördert. Für ihre Entstehung sind allerdings eher soziale und wirtschaftliche Bedingungen verantwortlich. Die Wahrscheinlichkeit aber, daß Jugendliche aggressives Rollenverhalten entwickeln und problematische soziale Vorprägungen in destruktive Einstellungen und Verhaltensweisen kanalisieren, steigt in dem Maße, wie gewalttätige Inhalte in den Medien selbstverständlich werden." Prof. Dr. Jo Groebel ist Generaldirektor des Europäischen Medieninstitutes in Düsseldorf und Paris, Professor an der Universität Amsterdam, Gastprofessor u.a. an der University of California at Los Angeles, Präsident der niederländischen Vereinigung für Kommunikationswissenschaften und Berater der niederländischen Regierung, des deutschen Bundeskanzlers und Bundeskabinette sowie Ministerpräsidenten, des deutschen Bundespräsidenten, der Vereinten Nationen, UNESCO und diverser Fortune 500-Unternehmen.
medi@culture online: www.mediaculture-online.de - erschienen: 1998 - pdf - html - rtf
Prof. Dr. Helmut Lukesch bietet an seinem Lehrstuhl an der Universität Regensburg eine internetbasierte Einführung in das Thema "Medien und ihre Wirkungen". Nach der Behandlung eines Rahmenmodells über Medienwirkungen und ihre Bedingungen und den Methoden der Medienwirkungsforschung werden Wissenseffekte, soziale Bedingungen und Inhaltseffekte von Medienwirkungen beschrieben. Bei den Inhaltseffekten wird der Aggressivität ein eigenes Kapitel mit den wichtigsten Studien bis 1998 gewidmet. Im letzten Kapitel dieses Lehrangebots werden aus den Forschungsergebnissen Vorschläge für Gesetzgeber, Medien, Pädagogen und Eltern abgeleitet.
Lehrstuhl für Psychologie VI an der Universität Regensburg: www-lukesch.uni-regensburg.de - erschienen: 1998
Die vorliegende Studie beschäftigt sich weniger mit den inhaltlichen Aspekte medialer Gewaltdarstellungen, sondern untersucht auf der Basis einer formalen Analyse die Möglichkeiten medialer Darstellungsweisen, um so deren Wirkungsweisen auf Kinder theoretisch zu bestimmen. Ausgehend von einem differenzierten Gewaltbegriff versuchen die Autoren eine Strukturanalyse, die eine Kodierung des filmischen "Sprechens" ermöglicht. Prof. em. Ernst Zeitter war Professor für Medienpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Schulfunkredakteur beim Südwestfunk.
medi@culture online: www.mediaculture-online.de - erschienen: 1996 - pdf - html - rtf
In dieser wissenschaftlichen Studie zum Verwechslungsrisiko realer und inszenierter Fernsehgewalt bei Kindern durch humoreske Programmkontexte erklären Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren anhand ausgewählter Filmbeispiele, was sie warum lustig finden, was sie als Gewalt empfinden und wie Gewalt durch Humor abgemildert wird. Dabei zeigt sich, ob und wie Kinder Gewalt im Fernsehen erleben und was ihnen hilft, schützende Distanz zu bewahren. Stefan Aufenanger ist Professor für Erziehungswissenschaft und Medienpädagogik an der Universität Hamburg.
medi@culture online: www.mediaculture-online.de - erschienen: 1996
Prof. Dr. Michael Kunczik stellt den Stand der Wirkungsforschung zum Thema Gewalt im Fernsehen dar. Er plädiert für eine differenzierte Betrachtung mit Hilfe lerntheoretischer Überlegungen, die er der gängigen Diskussion um die Wirkung von Gewaltdarstellungen auf Kinder und Jugendliche gegenüberstellt. Michael Kunczik ist Professor am Institut für Publizistik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Forschungsschwerpunkte sind Medien und Gewalt, internationale Kommunikation, Public Relations.
medi@culture online: www.mediaculture-online.de - erschienen: 1994 - pdf - html - rtf
Was die Mediengewalt-Forschung uns zu sagen hat. Eine kontroverse Stellungnahme gegenüber der Mainstream-Psychologie.
soma - internationale Zeitschrift für popkultur, politik, das leben und den ganzen rest: www.somasoma.de
Zusammenfassung der psychologischen Theorien und Modelle der Mediengewaltforschung.
Unterrichtsentwürfe, Lehrproben und Unterrichtsideen für die Grundschule: www.oesi.de

 

Mediennutzungsdaten

Seit 1999 führt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest regelmäßig eine Basisstudie zum Stellenwert der Medien im Alltag von Kindern (6 bis 13 Jahre) durch. Auch die KIM-Studie ist als Langzeitprojekt angelegt, um die sich im permanenten Wandel befindlichen Rahmenbedingungen des Medienangebots und die damit verbundenen Veränderungen adäquat abbilden zu können. Bisher wurde die KIM-Studie in den Jahren 1999, 2000, 2002, 2003, 2005, 2006, 2008, 2010 und 2012 aufgelegt. Im Rahmen der KIM-Studie werden jeweils rund 1.200 Kinder mündlich-persönlich sowie deren Mütter schriftlich befragt. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Themenfelder: Freizeitaktivitäten, Themeninteressen, Medienausstattung, Medienbindung, Medienfunktion, Computer- und Internetnutzung, Einstellungen zu Computer und Internet, Computerspiele, Lernprogramme, Computer und Schule und Mediennutzung im familiären Kontext. Die Ergebnisse der Studien stehen alle im pdf-Format zum Download zur Verfügung.
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest: www.mpfs.de - erschienen: seit 1999
Noch immer ist Fernsehen das Leitmedium der Kinder, das seine Sozialisationsfunktion in der Spannung vielfältiger redaktioneller Programmabsichten und der Fülle von Programmangeboten einerseits und unterschiedlicher sowie sich ändernder Nutzungsvorlieben der Kinder andererseits entfaltet. Das Forschungsprojekt der Medienpädagogik Uni Kassel untersucht die Schnittlinie der Massenkommunikation zwischen den Angeboten der Sender und der Nutzung der Rezipienten. Das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) bietet allgemeine Daten im Pdf-Format an.
Medienpädagogik Uni Kassel: www.kinderfernsehforschung.de - erschienen: seit 2000
Die groß angelegte Repräsentativ-Umfrage "Kinderwelten" zum Freizeitverhalten und zur Mediennutzung von Kindern, die von dem Fernsehsender Super RTL und der Vermarktungsgesellschaft IP Deutschland bei 960 Kindern und deren Eltern im Jahre 2000 durchgeführt und 2002 wiederholt wurde, hatte den Ehrgeiz, ein ganzheitliches Bild der kindlichen Unterhaltungswelten zu zeichnen.
Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI): www.izi.de - erschienen: 2002
Portal Medienpädagogik: www.uni-koblenz.de/~medpad - erschienen: 2000

 

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Copyright © 2002-2013 Dipl.-Psych. Dr. Haug Leuschner
Stand: 26. September 2013