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Film & Fernsehen: Erziehung

urbia.de ist die größte deutsche Website rund um das Thema Familie und hat ein Dossier erstellt, in dem für Eltern einfach und nachvollziehbar die Auswirkungen von Gewaltdarstellungen in den Medien aufgrund des aktuellen Forschungsstands erklärt wird und praktische Handlungsempfehlungen gegeben werden. Obwohl der Zusammenhang zwischen Gewalt in den Medien und zunehmender Gewaltbereitschaft in unserer Gesellschaft wissenschaftlich nachgewiesen ist, werden die Ergebnisse nicht zur Kenntnis genommen: In den siebziger Jahren zeigte eine Untersuchung in einer kanadischen Kleinstadt, dass sich das Ausmaß von verbalen Attacken und körperlicher Aggressivität von Grundschulkindern verdreifachte, nachdem das Fernsehen eingeführt wurde. Hirnforscher weisen zudem darauf hin, dass aufwühlende Filminhalte das Gehirn daran hindern, erlerntes Schulwissen dauerhaft zu speichern. Fazit: Fernsehen nicht jeden Tag und nicht als Mittelpunkt des Wohnzimmers oder gar des Familienlebens, bewusste Auswahl statt Dauerberieselung und das Fernsehen öfter durch alternative Angebote ersetzen. Ein weiterer Artikel geht der Frage nach, warum Kinder so gerne fernsehen: Fernsehen: Kinder lieben es. Denn die deutschen Kinder zwischen 3 und 13 Jahren verbringen durchschnittlich 100 Minuten täglich vor der Flimmerkiste und würden einer Umfrage zufolge am liebsten den Fernseher auf eine einsame Insel mitnehmen. Die Auswirkungen sind untersucht: Kinder, die mehr als andere fernsehen, sind häufiger übergewichtiger und schneiden im Deutschunterricht schlechter ab. Fazit: Fernsehen sollte nur eine von vielen Freizeitbeschäftigungen sein, Eltern sollten Alternativen zum Fernsehprogramm anbieten, Kinder sollten keinen eigenen Fernseher auf ihrem Zimmer haben und nicht ohne ihre Eltern fernsehen, damit bei problematischen Inhalten der Fernseher ausgeschaltet werden kann.
Urbia.de - we are family: www.urbia.de
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien informiert über die Jugendgefährdung von Gewalt in Film und Fernsehen. Nach einem kurzen Überblick über den Stand der Forschung werden darauf aufbauend Empfehlungen für Eltern und Lehrer gegeben, was sie tun können: In späteren Lebensjahren führen Verbote und andere restriktive Erziehungsmaßnahmen eher zu gegenteiligen Reaktionen der Jugendlichen. Die Medienerziehung sollte daher frühzeitig beginnen und der Konsum von Filmen mit Gewaltdarstellungen sollte schon in jungen Jahren altersangemessen eingeschränkt werden. Die Eltern sollten mit ihren kleinen Kindern gemeinsam Filme gucken und dabei ihre Vorbildfunktion zur Medienerziehung nutzen, indem sie problematische Medieninhalte kritisch kommentieren. Die von den Eltern erlernte Fähigkeit, kritisch mit Medien umzugehen, ist die wichtigste Schutzmaßnahme für junge Heranwachsende vor dem negativen Einfluss problematischer Medieninhalte. Untersuchungen haben gezeigt, dass Gewaltdarstellungen nur dann sinnvoll verarbeitet werden können, wenn die Eltern Gewaltdarstellungen in Film und Fernsehen eindeutig und unmissverständlich als negativ bewerten. Das Schweigen über problematische Medieninhalte könnte als billigendes Einverständnis mit Gewaltdarstellungen missverstanden werden, eindeutige Äußerungen der Eltern sind daher von entscheidender Bedeutung. Wird die kritische Haltung zu problematischen Medieninhalten bereits in frühen Jahren beigebracht, wird ein solider Grundstein für die späteren Jahre gelegt, in denen die Jugendlichen sich stärker an ihrem Freundeskreis und weniger an den Vorgaben aus Elternhaus und Schule orientieren. Eine weitere wichtige Instanz für die Vermittlung einer kritischen Medienhaltung ist die Schule. Hier hilft es, wenn die Jugendlichen durch entsprechenden Unterricht Medienkompetenz entwickeln können und dazu ermutigt werden, sich eigenständig in Projekten, Schülerzeitungsartikel oder Webseiten mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien: www.bundespruefstelle.de
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat auf Initiative der Bundesministerin Dr. Kristina Schröder eine 68seitige Broschüre mit Informationen, Anregungen und Tipps zum Umgang mit dem Fernsehen in der Familie herausgegeben, die als PDF-Datei kostenlos heruntergeladen werden kann. Die umfangreiche Broschüre geht auf den Fernsehalltag von Kindern ein, was die Kinder am Fernsehen interessiert, was und wie Kinder gerne fernsehen, wie Kinder ihre Fernseherlebnisse verarbeiten, welche Auswirkungen medial vermittelte Gewaltdarstellungen und Ängste haben können, welche Altersfreigaben und Altersempfehlungen es gibt und welche Sehdauer für Kinder empfohlen wird. Darüber hinaus gibt es eine Checkliste zu den Fernsehgewohnheiten und zehn Tipps zum Fernsehen in der Familie: Regulieren Sie den Fernsehgebrauch und die Sehdauer in der Familie altersabhängig, lassen Sie den Fernseher nicht zum Zentrum des Familienlebens werden, interessieren sie sich für die Medienvorlieben Ihrer Kinder, schaffen Sie Gelegenheit, gemeinsam Familienfilme und -serien zu schauen, verzichten Sie auf einen Fernseher im Kinderzimmer, setzen Sie Fernsehen nicht als Belohnung oder Bestrafung ein, achten Sie auf Altersfreigaben und Sendezeiten, ermöglichen Sie es Ihrem Kind, mit Ihnen über problematische Medienerlebnisse zu reden, suchen Sie nach Alternativen zum Fernsehen und tauschen Sie sich auch allgemein mit Ihren Kindern über Medien aus.
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: www.bmfsfj.de
Was sind Bilder vom Krieg für uns? Dokument, Beweis, Information, Unterhaltung oder zielgerichtete Propaganda? Wer Kriegsdarstellungen wahrnimmt – unabhängig davon, ob es sich dabei um Bilder aus Nachrichtensendungen, Spielfilmen oder Computerspielen handelt –, muss sie verstehen, interpretieren und einordnen. Dasselbe Bild, dieselbe Sequenz, gesehen in einem anderen Kontext, mit anderem Vorwissen oder in eine andere Dramaturgie eingebunden, kann informieren, beunruhigen oder verharmlosen, aber auch manipulieren. Die Bundeszentrale für politische Bildung informiert in einem Dossier mit 12 Artikeln über den Krieg in den Medien (Mediale Kriegsdarstellungen vom Kriegsbericht bis zum Computerkriegsspiel, Gemeinsamkeiten der Inszenierung des Krieges in den Bildschirmmedien), den Krieg in den Nachrichten (Strukturen des Medienbetriebs, Situation vor Ort, die öffentliche Meinung und die Sichtweise der Journalisten), den Krieg im Film (Geschichte des Kriegsfilms, Gewalt im Kriegsfilm, besondere Beispiele für Epochen, Kriege und Filme), den Krieg im Computerspiel (Computerspiele und Krieg, Gestaltungselemente von Computerkriegsspielen, Faszination und Wirkung von Computerkriegsspielen) und Kriegspropaganda (Geschichte und Methoden der Kriegspropaganda). Außerdem können Interessierte eine DVD zum Thema beziehen (erschienen 2010), die anhand von etwa 250 Beispielen die theoretischen Konzepte zum Thema "Krieg in den Medien" erläutert. Dafür werden unter anderem Nachrichten aus Hörfunk und Fernsehen sowie Ausschnitte aus Filmen und Computerkriegsspielen genutzt. Mit Texten und Zitaten wird die Wechselwirkung zwischen Medien und Krieg veranschaulicht. Medienübergreifend werden die Unterschiede zwischen Fiktion und Realität herausgearbeitet. Die Wirkung der Gewaltdarstellungen, insbesondere in Kriegsfilmen und Computerkriegsspielen, ist ebenso Gegenstand der DVD-ROM wie die Auseinandersetzung mit der Frage, ob und wann ein militärisches Eingreifen gerecht sein kann oder in welcher Form die Opfer in Kriegsnachrichten dargestellt werden sollten. Grundlage für die Behandlung des Themas war eine öffentliche Fachtagung, die sich theoretisch und praktisch mit der Frage auseinandersetzte, welche Rolle dem Krieg in der Berichterstattung der Medien sowie in Kriegsfilmen und Computerkriegsspielen zukommt, aber auch umkehrt, welche Bedeutung die Medien für die Krieg führenden Parteien haben. Auch als Anregung für Lehrerinnen und Lehrer gedacht liefert die Handreichung zur DVD-ROM eine Vielzahl an Unterrichtsentwürfen. Die zahlreichen Bildbeispiele und Experteninterviews werden von unterrichtsrelevanten Aufgaben, die eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglichen, begleitet.
Bundeszentrale für politische Bildung: www.bpb.de
Krieg ist Kinderalltag. Täglich hören Kinder und Jugendliche Opferzahlen im Radio, fangen Geschichten aus Gesprächen auf, sehen Fernsehbilder von Terror und Katastrophen. Die Krisen der Welt lassen sich schon lange nicht mehr aus unseren Kinderzimmern sperren. Um so wichtiger ist es, die Kinder mit den Fragen und Ängsten nicht allein zu lassen. In drei Kapiteln erschließt das Dossier dazu die Erlebnisse und Bildwelten der Kinder. Es stellt Kindernachrichten aus der ganzen Welt vor und gibt Medienmachern, Eltern und Pädagogen Richtlinien an die Hand, wie sie Kindern beim Umgang mit Kriegsbildern helfen können, denn diese können bei Kindern ernsthafte Ängste auslösen.
Bundeszentrale für politische Bildung: www.bpb.de
Gewalt wird in den modernen Industriegesellschaften häufig nur als Ausnahme und Fremdkörper betrachtet. Dahinter verbirgt sich der legitime Wunsch, Gesellschaft gewaltfrei zu gestalten. Dieser verstellt uns jedoch möglicherweise den Blick dafür, dass Gewalt auf nahezu allen gesellschaftlichen Ebenen vorkommt. Der Wunsch nach einer gewaltfreien Gesellschaft birgt zugleich die Gefahr, Gewalt entweder gar nicht zu erkennen oder überdimensioniert wahrzunehmen.
Bundeszentrale für politische Bildung: www.bpb.de
Der Medienratgeber informiert Eltern und Erziehende über Entwicklungen der elektronischen Medienlandschaft sowie mögliche Gefahrenquellen, die sich für Kinder aus der Nutzung elektronischer Medien ergeben. Zugleich bietet SCHAU HIN! Eltern und Erziehenden Orientierung in der elektronischen Medienwelt und gibt konkrete, alltagstaugliche Tipps, wie sie den Medienkonsum ihrer Kinder kompetent begleiten können. Dabei rät SCHAU HIN! Eltern und Erziehenden, dass sie auf ihre erzieherischen Kompetenzen und ihre elterliche Intuition vertrauen sollen. Schließlich kennen sie ihre Kinder am besten und haben ein Gefühl dafür, was ihre Kinder verarbeiten können. „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Vodafone, den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Sie wurde 2003 ins Leben gerufen. SCHAU HIN! hilft Eltern und Erziehenden mit zahlreichen alltagstauglichen Tipps und Empfehlungen, ihre Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.
SCHAU HIN!: www.schau-hin.info
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Stand: 26. September 2013