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Forschung: Internet

Wenn ein Phänomen die jugendliche Lebenswelt nach dem Zweiten Weltkrieg verändert hat, dann ist es die Fülle und Vielfalt von Jugendszenen und Jugendkulturen. Mehr als ein Drittel der Jugendlichen rechnet sich gegenwärtig einer spezialisierten Szene zu. In diesem Prozess spielen Medien eine ganz entscheidende Rolle. Sie werden nämlich zunehmend zum Anknüpfungspunkt für jugendliche Fankulturen, vor allem das Internet ist dabei zum virtuellen Erlebnis- und Begegnungssraum geworden. Es werden drei internetspezifische Jugendszenen näher beleuchtet: die Cyberpunks, die Online-Rollenspieler und die LAN-Community. Waldemar Vogelgesang ist wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Trier im Fach Soziologie, seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Jugend-, Medien- und Bildungssoziologie sowie der Kultur- und Lebensstilforschung.
Waldemar Vogelgesang: www.waldemar-vogelgesang.de - erschienen: 27.11.03
Seit 1998 wird mit der JIM-Studie im jährlichen Turnus eine Basisstudie zum Umgang von 12- bis 19-Jährigen mit Medien und Information druchgeführt. Neben einer aktuellen Standortbestimmung sollen die Daten zur Erarbeitung von Strategien und Ansatzpunkte für neue Konzepte in den Bereichen Bildung, Kultur und Arbeit dienen. Die JIM-Studie ist als Langzeitprojekt angelegt. So werden einerseits allgemeine Entwicklungen und Trends kontinuierlich abgebildet und dokumentiert, gleichzeitig werden in den den einzelnen Untersuchungen spezifische Fragestellungen realisiert, um aktuelle Medienentwicklungen aufzugreifen. Kooperationsparter bei der JIM-Studie sind die Presse Grosso Stiftung, die Zeitungs Marketing Gesellschaft, die Bundeszentrale für politische Bildung, die Landeszentralen für politische Bildung Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie die Stiftung Lesen. Aktuell ist JIM 2003,  eine gute Zusammenfassung der Studie kann beim Focus-Lexikon gelesen werden.
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest: www.mpfs.de - erschienen: seit 1998
Die Studie, die in Kooperation der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) mit dem Europäischen Medieninstitut (EIM) und dem Europäischen Zentrum für Medienkompetenz (ecmc) durchgeführt wurde, zeigt, dass das Internet zunehmend Bestandteil des Alltags in Deutschland wird - aber: Über 50 Prozent sind nicht online. Ein Ergebnis der Studie ist, dass das Internet nicht über das Potenzial verfüge, schichtspezifische Ungleichheiten zu revidieren. Um dem Leitbild vom chancengleichen und diskriminierungsfreien Zugang zu den Anwendungspotenzialen der (Neuen) Medien gerecht zu werden, müssen spezifische Gruppen gezielt angesprochen werden. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind dagegen nicht mehr so stark ausgeprägt – wiewohl sie weiterhin fortbestehen. Nutzung ist eher männlich, Nicht-Nutzung eher weiblich geprägt. Von den Frauen nutzen 42,4 Prozent das Internet, 57,6 Prozent machen keinen Gebrauch davon. Bei den Männern nutzt jeder Zweite das Internet. Gemessen an den Durchschnittszahlen für NRW (46% online, 54% offline)zeigt sich die unterdurchschnittliche Repräsentierung der Frauen unter den Nutzer(inne)n.
The European Institute for the Media: www.eim.de - Alternativer Text - erschienen: 2003
Dr. Karsten Weber befasst sich in einem wissenschaftlichen Aufsatz mit den Fragen, wer die Konsumenten von Gewaltdarstellungen sein könnten, wieso diese Art von Darstellungen im Netz zu finden sind, ob es internetspezifische Gewaltdarstellungen gibt, welche Funktionen diese Darstellungen erfüllen und ob diese einen Einfluß auf den mainstream unserer Kultur haben können. Auf die Problematik politisch-agitatorischer sowie auf sexuellem Mißbrauch Minderjähriger basierender Darstellungen wird in einem besonderen Kapitel eingegangen.. Dr. Karsten Weber ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Philosophische Grundlagen Kulturwissenschaftlicher Analyse an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Weitere Artikel: Medien und Gewalt? - Mit Gewalt Schlagzeilen machen - Gewaltdarstellungen und deren Reglementierung im Internet - Die Rolle der Medien für die Deeskalation der Chaos-Tage 2000.
Lehrstuhl für Philosophische Grundlagen Kulturwissenschaftlicher Analyse an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder): www.phil.euv-frankfurt-o.de - erschienen: 2002

 

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Stand: 03. November 2006