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Chronologie des Grauens

Von Jochen Bittner

Plötzliche Massenmorde hat es in der Geschichte immer wieder gegeben. Auffällig oft geschahen sie jedoch in den vergangenen sechs Jahren. Häufigster Tatort: Schulen.

Das bis Erfurt schlimmste Massaker in Deutschland ereignete sich am 11. Juni 1964 in Volkhoven bei Köln. Ein 42 Jahre alter Geistesgestörter bringt dort in einer Schule auf grauenhafte Art zehn Menschen um. Mit einem selbst gebauten Flammenwerfer gibt der Täter vom Schulhof aus mehrere Feuerstöße durch das geöffnete Fenster eines Klassenzimmers ab. Acht Kinder im Alter zwischen neun und elf Jahren sterben, 20 weitere werden schwer verletzt. Danach ersticht der Invalide zwei Lehrerinnen mit einer Lanze. Er vergiftet sich anschließend mit einem Pflanzenschutzmittel.

3. Juni 1983: Ein 43 Jahre alter Mann erschießt im hessischen Eppstein-Vockenhausen drei Kinder im Alter von elf und zwölf Jahren. Außerdem tötet er einen Lehrer und einen Verkehrspolizisten. Anschließend richtet der Mann die Waffe gegen sich selbst.

6. Dezember 1989: An der Technischen Universität von Montreal, Kanada, erschießt der 25 Jahre alte Marc Lepine 14 Studentinnen. Der Täter wird als Fan von Kriegsfilmen beschrieben und macht Frauen für sein persönliches Scheitern verantwortlich.

13. März 1996: In der schottischen Kleinstadt Dunblane stürmt der 43 Jahre alte Thomas Hamilton in die Turnhalle einer Grundschule. Im Kugelhagel sterben 16 Erstklässler sowie ihre Lehrerin. Danach begeht der arbeitslose Jugendbetreuer Selbstmord.

30. März 1997: In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa kommen vier Kinder und zwei Lehrer um, als ein 42 Jahre alter Mann einen Schulhof unter Beschuss nimmt. Der Täter wollte die Entführung und Vergewaltigung seiner Tochter rächen. Er wird hingerichtet.

1. Dezember 1997: An der Heath High School in West Paducah, US-Bundesstaat Kentucky, eröffnet ein 14-Jähriger nach dem Morgengebet das Feuer auf seine Mitschüler. Drei Schüler sterben, fünf weitere werden verwundet. Vor Gericht plädiert er auf Unzurechnungsfähigkeit, erhält jedoch eine lebenslange Haftstrafe.

24. März 1998: Die erst 11 und 13 Jahre alten Schüler Andrew Golden und Mitchell Johnson lösen an der Westside Middle School in Jonesboro, US-Bundesstaat Arkansas, Feueralarm aus und schießen aus dem Hinterhalt auf die flüchtenden Schüler. Sie töten vier Mädchen im Alter von 11 und 12 Jahren und eine 32-jährige Lehrerin.

21. Mai 1998: Der 17 Jahre alte Kip Kinkel erschießt an seiner Highschool in Springfield, Oregon, zwei Teenager und verletzt 20 weitere. Zuvor hatte er seine Eltern getötet. Kinkel wird zu 112 Jahren Gefängnis verurteilt.

20. April 1999: Der 17-jährige Dylan Klebold und der 18-jährige Eric Harris richten an der Columbine High School in Littleton, Colorado, ein Blutbad an. Sie erschießen zwölf Mitschüler und einen Lehrer. In der Schule haben sie Sprengfallen angebracht, 23 Menschen werden verletzt. Die Teenager begehen später Selbstmord. Als Motiv für das Massaker nannten sie Hass auf die Schule.

28. April 1999:

Nur gut eine Woche nach der Wahnsinnstat von Littleton schießt in der High School der kanadischen Kleinstadt Taber, Alberta, ein 14 Jahre alter Junge auf zwei 17-Jährige und verletzt einen von ihnen tödlich. Die Tat scheint dem Massaker von Littleton nachgeahmt zu sein; in beiden Fällen trugen die Schützen dunkle Trenchcoats.

9. November 1999: Im bayrischen Meißen stürmt der 15jährige Schüler Andreas S. maskiert auf die 44 Jahre alte Geschichtslehrerin Sigrun Leuteritz zu und sticht mit zwei Messern 22-mal auf sie ein. Seine 24 Klassenkameraden im Gymnasium Franziskaneum müssen das Sterben der Lehrerin mit ansehen. "Ich habe sie gehasst", begründet Andreas S. die Tat. Er wird wegen Mordes zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

22. Februar 2000: Offenbar angeregt durch das Blutbad von Littleton, plant eine 16 Jahre alte Schülerin einen Amoklauf in ihrer Schule im brandenburgischen Müncheberg. Sie hatte versucht, an fünf Handgranaten sowie eine automatische Waffe zu gelangen.

16. März 2000: Im bayerischen Brannenberg erschießt ein 16 Jahre alter Schüler den 57-jährigen Leiter eines Internats, der auch sein Informatiklehrer ist. Der Täter war am Tag zuvor wegen "ungebührlichen Verhaltens" von der Schule geflogen.

8. Juni 2001: In der japanischen Stadt Ikeba bei Osaka ersticht ein 37 Jahre alter Mann acht Grundschüler mit einem Küchenmesser und verletzt 20 weitere, zum Teil schwer.

19. Februar: Der 22 Jahre alte Adam Labus erschießt in Eching bei Freising zwei 38 und 40 Jahre alte Mitarbeiter einer Dekorationsfirma. Anschließend fährt er per Taxi nach Freising und erschießt den 52 Jahre alten Direktor einer Wirtschaftsschule. Er zündet zwei Rohrbomben in dem Gebäude, die zwei Lehrer schwer verletzen. Danach sprengt sich der Mann mit einer weiteren Rohrbombe selbst in die Luft.





(c) DIE ZEIT   19/2002   


 
 








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