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dpa Das Wohnhaus von Robert S.
| "Wir waren eine normale
Familie"
Eltern und Bruder des Todesschützen melden
sich mit offenem Brief zu Wort
Die Familie
des Todesschützen von Erfurt hat sich erstmals öffentlich
geäußert. In einem offenen Brief bringt sie ihre Trauer,
Verzweiflung und Hilflosigkeit über die Bluttat im
Gutenberg-Gymnasium zum Ausdruck.
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02.05.2002
[Archiv]
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"Uns tut es unendlich leid, dass unser
Sohn und Bruder so ein entsetzliches Leid über die Opfer
und ihre Angehörigen, die Menschen in Erfurt und
Thüringen, über ganz Deutschland gebracht hat." |
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Familienangehörige von Robert
S. |
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"Uns tut es unendlich
leid, dass unser Sohn und Bruder so ein entsetzliches Leid
über die Opfer und ihre Angehörigen, die Menschen in Erfurt
und Thüringen, über ganz Deutschland gebracht hat", heißt es
in dem in der "Thüringer Allgemeinen" aus Erfurt und der
"Thüringischen Landeszeitung" aus Weimar am Donnerstag
veröffentlichten Schreiben.
"Woher
der Hass?" Die
Verfasser des Briefs sind die Eltern und der Bruder von Robert
S., der am vergangenen Freitag in der Schule 16 Menschen und
sich selbst erschossen hatte. "Seit dieser schrecklichen Tat
fragen wir uns immer und immer wieder, woher der Hass und die
Verzweiflung von Robert kamen und warum wir nichts davon
vorher erfahren haben", schreibt die Familie weiter. "Wir
waren bis zu dieser brutalen Wahnsinnstat eine ganz normale
Familie und haben Robert anders gekannt." |
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Mehrere
Thüringer Zeitungen sind auch am Donnerstag mit Trauerflor auf
der Titelseite erschienen und haben große Traueranzeigen
veröffentlicht. "Der Thüringer Landtag trauert mit den
Bürgerinnen und Bürgern des Freistaates Thüringen um die Opfer
des schrecklichen Verbrechens", heißt es in einer halbseitigen
Anzeige, die Landtagspräsidentin Christine Lieberknecht und
die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und PDS unterschrieben
haben. |
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Trauerflor in den
Zeitungen "Nichts wird
jemals so sein, wie es einmal war", schreiben die Lehrer und
Schüler des Gutenberg-Gymnasiums sowie deren Eltern in einer
ebenfalls halbseitigen Anzeige. "Unsere bitteren Tränen
fließen scheinbar unaufhaltsam zu Ehren der sinnlosen Opfer
der grausamen Tat." Innenminister Christian Köckert (CDU),
Erfurts Leitender Polizeidirektor Rainer Grube und Freunde
ließen Traueranzeigen drucken, in denen an Polizeihauptmeister
Andreas Gorski erinnert wird. Der 41-Jährige war am
vergangenen Freitag beim Polizeieinsatz von dem Todesschützen
tödlich getroffen worden. |
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Unterdessen hat die
Stadt Erfurt Foto- und Fernsehaufnahmen von den Beerdigungen
der Opfer des Massakers im Gutenberg-Gymnasium untersagt. Auf
dem Hauptfriedhof würden auch sonstige Berichterstatter nicht
zugelassen, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung am
Donnerstag. Die Stadt wolle ihr Hausrecht nutzen, um die
Intimsphäre der Angehörigen der Opfer so weit wie möglich zu
schützen. Oberbürgermeister Manfred Ruge (CDU) setze aber vor
dem Verbot auf taktvolle Rücksichtnahme und
Mitgefühl. |
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Mit Material von dpa |
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heute.t-online |
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