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Stichwort: Amoklauf

Wort aus der Sprache der Malaien

Amok ist ein Wort aus der Sprache der Malaien und bedeutet so viel wie Wut. Wissenschaftler wurden zuerst in Südostasien auf Fälle von plötzlich auftretenden psychischen Störungen mit aggressivem Aktionsdrang aufmerksam, die sie als Amoklauf bezeichneten. Die Befallenen zogen unvermittelt den Dolch und stachen im Laufen auf andere ein, bis sie selbst zusammenbrachen.

  27.09.2001 [Archiv]
    Im Malaiischen wird das Wort Amok auch benutzt, um einen Zustand der äußersten Demütigung und somit des Gesichtsverlusts zu kennzeichnen, der zur Wahnsinnstat treiben kann.  
 
    Dem Bund Deutscher Psychologen (BDP) zufolge liegen bei mehr als der Hälfte der Fälle von Amokläufen Hinweise auf schwerwiegende seelische Störungen vor. Am gefährlichsten seien die Wahnkranken, deren Amoklauf immer tödlich ausgehe, während die Berauschten eher ziellos handelten.  
 
    Wahnhafter Hass
      Die einen projizierten ihren wahnhaften Hass in die ihnen fremde Welt. Die anderen seien depressive Persönlichkeiten, die den "Notausgang" aus dem Elend suchten - und ihre Familie mitnehmen wollten. Grund des Amoklaufs könne eine menschliche Grunderfahrung sein: "Sich als Fremder unentrinnbar in einer anderen, unbegreiflichen und feindlichen Welt fühlen", glauben die Psychologen.
 
 
    In der Regel sprechen den Experten zufolge die potenziellen Amokläufer - fast immer sind es Männer - vor der Tat Drohungen aus. Nur würden diese meist nicht erkannt. Weiteres Indiz für einen bevor stehenden Amoklauf könnten ein sozialer Rückzug und Isolation sein. Auch kleinere psychische Ticks oder Macken würden manchmal im Nachhinein festgestellt.  
 
     
 
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