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Multimediaverband will Jugendschutz im
Web durch Chipkarten im PC erreichen
Alleiniger
Kontrolle durch Filter Absage erteilt
Einen Monat
nach dem Amoklauf von Erfurt hat der Deutsche
Multimediaverband (dmmv) verbesserte Zugangsbeschränkungen bei
jugendschutzrelevanten Inhalten gefordert. Bei der Diskussion
über eine strengere Kontrolle des Internets seien die
Besonderheiten des Mediums bisher weitestgehend
unberücksichtigt geblieben, kritisierte der Verband.
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29.05.2002
[Archiv]
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Das Internet lasse
sich aufgrund seiner weltumspannenden und dezentralen Struktur
sowohl von Seiten der Anbieter als auch von staatlichen
Institutionen nur sehr schwer kontrollieren. Die
Medienexperten der Sozialdemokraten sowie der Grünen im
Bundestag hatten das durch ihren Antrag bestätigt,
Internetzugangsprovider nicht zu einer pauschalen Kontrolle
der durch ihre Netze geleiteten Inhalte auf jugendgefährdende
Angebote zu verpflichten, weil eine lückenlose Kontrolle nicht
zu leisten sei. |
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Die zunehmend
sachliche Diskussion zeige immer deutlicher, dass vor allem
Erziehungsberechtigte und Schulen in die Lage versetzt werden
müssen, das Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen zu
lenken. Der Versuch, adäquate Kontrollmechanismen allein durch
Software zu garantieren, habe sich in der Vergangenheit als
unzulänglich erwiesen, konstatierte der dmmv-Geschäftsführer
Alexander Felsenberg. |
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Kopieren der Inhalte
verhindern Zwar habe
der Einsatz von Filtersystemen wie ICRA beachtliche Erfolge
gezeitigt. Ein wirksamer Jugendschutz sei jedoch nur
gewährleistet, wenn darüber hinaus auch verhindert werde, dass
für Minderjährige ungeeignete Inhalte kopiert und damit über
private Online- und Offline-Tauschbörsen zugänglich gemacht
werden können. Gerade über diese "Vertriebswege" finde der
hauptsächliche Austausch von digitalen und somit auch von
jugendschutzrelevanten Inhalten statt. |
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Erforderlich sei
damit die Verbesserung von Systemen zur Altersüberprüfung, um
so die Zugangsmöglichkeiten für Minderjährige weitestgehend
ausschließen zu können. Der Verband regt beispielsweise an,
dass PCs standardmäßig mit Kartenlesegeräten ausgestattet
werden, so dass ein Zugang lediglich mit einer entsprechenden
Chipkarte möglich sei. "Nur mit Hilfe einer geeigneten
Hardwareunterstützung sind die Schutzmöglichkeiten per
Software wirklich effektiv" so Felsenberg. |
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Mit Material von ZDNet |
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Deutscher Multimedia Verband |
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ZDNet |
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