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Runder Tisch zu Gewaltdarstellung in Medien ins Leben gerufen

 
Do, 02.05.2002

letzter Stand:
Mo, 06.05.2002
 
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Bundeskanzler Schröder und die Chefs der Medienanstalten haben sich am 2. Mai auf die Bildung eines Runden Tisches zur Begrenzung von Gewaltszenen in elektronischen Medien verständigt.



Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sich am 2. Mai 2002 mit den Intendanten der öffentlich-rechtlichen und den Leitern der privaten Rundfunkanstalten auf die Bildung eines Runden Tisches verständigt, zu dem der Kanzler in Kürze einladen wird. Das Ziel: die Eindämmung von Gewaltdarstellung in elektronischen Medien.

An den Runden Tisch "Gewalt in den Medien" sollen der Bund und die Länder, die öffentlich-rechtlichen und die privaten Fernsehanstalten, aber auch Internet-Provider, Fernseh- und Videoproduzenten sowie Vertreter der Computerspielbranche beteiligt werden. Das teilte der Bundeskanzler im Anschluss an das Treffen im Berliner Bundeskanzleramt mit.

Aufgabe dieses Kreises werde es sein, vorhandene Grundsätze zu überprüfen und wo nötig auch neue Grundsätze zu entwickeln, so der Kanzler. Die Teilnehmer des Runden Tisches sollen außerdem die Umsetzung der freiwilligen Selbstkontrolle der Anbieter auf den Prüfstand stellen.

Die stellvertretende Regierungssprechern Charima Reinhardt verwies am 3. Mai in Berlin darauf, dass bereits eine Vielzahl von Instrumenten in der Medienbranche existiere, so beispielsweise die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften. Reinhardt sagte, dass am Runden Tisch unter Umständen auch gesetzliche Konsequenzen noch einmal diskutiert werden könnten.

Am 6. Mai hat sich der Bundeskanzler mit den Ministerpräsidenten der Länder ebenfalls zur Einrichtung des Runden Tisches gegen Gewalt in den Medien beraten.

Konsequenzen des Amoklaufs an einem Erfurter Gymnasium

Gerhard Schröder hatte die Intendanten eingeladen, um gemeinsam über die Konsequenzen des Amoklaufs am Erfurter Gutenberg-Gymnasium zu sprechen. Dabei ging es insbesondere um die Frage, was Politik, Medien und Gesellschaft tun können, um die Wiederholung eines solchen Vorfalls auszuschließen.

Die Gesprächspartner verständigten sich darauf, zu prüfen, ob ein gemeinsamer Ehrenkodex der Medien zur Darstellung von Gewalt vereinbart werden sollte. Die TV-Sender erklärten ihre Bereitschaft, Aufklärungsspots zu senden, in denen Gewalt als Konfliktlösungsmittel geächtet wird. Hierzu wurde die Durchführung eines Kinder- und Jugendwettbewerbs vorgeschlagen. Die Beteiligten betonten jedoch auch die Verantwortung der Eltern im Hinblick auf den Medienkonsum ihrer Kinder.

 
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