Dies ist das Archiv von MedienGewalt.de.
Das Archiv enthält Momentaufnahmen von Webseiten.
Unter Umständen wurde die Seite inzwischen verändert.
MedienGewalt.de steht zu den Verfassern dieser Seite in keiner Beziehung.


7. Oktober 2002    <Gast>
Foren Help
ständig aktualisierte Nachrichten, Analysen, Dossiers, AudiosHier geht´s zur gedruckten Ausgabemit Suchmaschine für über 20.000 Buchrezensionenmit Gastro-Guide, Routenplaner, Staumelder, WetterTrendsport, Entspannungstipps und persönlicher Fitness-Coach
Thüringens Ministerpräsident Vogel: Was folgt aus dem Amoklauf?


Politiker bestürzt über Amoklauf
FAZ.NET-Spezial: Das Schulmassaker in Erfurt
Amoklauf
Politiker fordern Konsequenzen
 
 
27. April 2002 Nach dem Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium haben Politiker aller Parteien neue Anstrengungen in der Jugend- und Schulpolitik gefordert. Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber verlangte verstärkte Maßnahmen gegen die Verherrlichung von Gewalt. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Christian Wulff forderte mehr Investitionen im Jugendbereich. Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) hält es für sinnvoll, erst nach den Ursachen für solche Taten zu forschen. Die SPD-Familienexpertin Renate Schmidt sprach sich für eine zusätzliche sozialpädagogische Betreuung von Schülern aus.

Stoiber sagte der „Welt am Sonntag“: „Was wir jetzt brauchen, ist eine größere Intoleranz gegenüber der Darstellung und Verherrlichung von Gewalt.“ Dabei nannte er jugendgefährdende Videofilme und so genannte Killerspiele, bei denen die Tötung von Mitspielern simuliert werde. Es gehe darum, „dass wir uns unserer Verantwortung der Jugend gegenüber bewusster werden, denn der Preis von Gewaltdarstellungen ist viel zu hoch“. Gewalt dürfe nicht „eins zu eins“ übersetzt werden, sagte Stoiber. Das sei nach den schrecklichen Ereignissen die „Mahnung an unsere gemeinsame Verantwortung“.

Wulff verlangte im Deutschlandradio Berlin eine nationale Anstrengung, um vorhandene Defizite an Schulen und im gesamten Freizeitbereich abzubauen. „Wir müssen mehr investieren in die junge Generation, in Lehrer, in Unterrichtsversorgung, in Freizeitangebote, in den kommunalen Bereich“, sagte der CDU-Politiker. Die Schulen müssten wieder verstärkt Grundwerte wie soziales Verhalten, Teamgeist und Solidarität vermitteln.

Ursachen in der Gesellschaft?

Nach Ansicht von Bundesjustizministerin Däubler-Gmelin ist eine Aufarbeitung der gesellschaftlichen Ursachen notwendig. Man müsse sich fragen, wie ein Mensch so verzweifelt und isoliert sein könne, dass er keine Möglichkeit zu Gesprächen mit Eltern oder Freunden mehr sehe. „Das ist eine Frage, die uns noch lange begleiten wird“, sagte Däubler-Gmelin am Samstag in Karlsruhe. In diese Ursachenforschung müssten auch die Medien einbezogen werden: „Natürlich müssen wir darüber nachdenken, welches Bild wird den Kindern vermitteln.“

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Schmidt verlangte ein zusätzliches Betreuungsangebot für Schüler, „damit eher offensichtlich wird, dass da grundsätzlich etwas schief läuft“. Auch Erziehungsberatung und Erziehungshilfe steckten teilweise noch in den Kinderschuhen, kritisierte Schmidt im Saarländischen Rundfunk. Man müsse sich jetzt über die Parteigrenzen hinweg darüber Gedanken machen, wie Kinder zur Gewaltfreiheit erzogen werden können.

Pfeiffer: Gewalt an Schulen nicht größer geworden

Nach Ansicht des niedersächsischen Justizministers Christian Pfeiffer ist die Gewalt an Schulen in letzter Zeit nicht größer, sondern sogar eher geringer geworden. Auch innerfamiliäre Gewalt, die häufig der Vorläufer für junge Gewalttäter sei, gehe zurück, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandradio. Taten wie die des 19-jährigen Amokläufers von Erfurt würden weltweit immer von Männern begangen, die mit ihren Ohnmachtsgefühlen nicht klar kämen und einmal im Mittelpunkt der Medien stehen wollten.

Der Deutsche Philologenverband machte die „allabendlichen Horrornachrichten“ im Fernsehen mit verantwortlich für die Gewalt. Die Nachrichten seien für junge Menschen ein großes Problem. „Wir glauben immer, weil wir junge Menschen für so früh erwachsen halten, dass sie das verarbeiten“, sagte der Vorsitzende des Verbandes, Peter Hessen, im Deutschlandradio. Tatsächlich verarbeiteten sie das aber gar nicht, sondern glaubten, dass man Probleme mit Gewalt lösen könne.


Text: @kati
Bildmaterial: AP
 
Empfehlungen für Computerspiele
von www.mediengewalt.de:
Die besten Spiele 2012
- die besten Spiele ab 3 Jahre
- die besten Spiele ab 6 Jahre
- die besten Spiele ab 8 Jahre
- die besten Spiele ab 12 Jahre
- die besten Spiele für die Familie

Die besten PC Spiele
- die besten PC Spiele ab 3 Jahre
- die besten PC Spiele ab 6 Jahre
- die besten PC Spiele ab 8 Jahre
- die besten PC Spiele ab 12 Jahre
- die besten PC Spiele für die Familie

Die besten PS3 Spiele
- die besten PS3 Spiele ab 3 Jahre
- die besten PS3 Spiele ab 6 Jahre
- die besten PS3 Spiele ab 8 Jahre
- die besten PS3 Spiele ab 12 Jahre
- die besten PS3 Spiele für die Familie

Die besten Wii Spiele
- die besten Wii Spiele ab 3 Jahre
- die besten Wii Spiele ab 6 Jahre
- die besten Wii Spiele ab 8 Jahre
- die besten Wii Spiele ab 12 Jahre
- die besten Wii Spiele für die Familie

Die besten DS Spiele
- die besten DS Spiele ab 3 Jahre
- die besten DS Spiele ab 6 Jahre
- die besten DS Spiele ab 8 Jahre
- die besten DS Spiele ab 12 Jahre
- die besten DS Spiele für die Familie

Die besten Xbox Spiele
- die besten Xbox Spiele ab 3 Jahre
- die besten Xbox Spiele ab 6 Jahre
- die besten Xbox Spiele ab 8 Jahre
- die besten Xbox Spiele ab 12 Jahre
- die besten Xbox Spiele für Familie

Die besten Lernspiele
- die besten Lernspiele ab 3 Jahre
- die besten Lernspiele ab 6 Jahre
- die besten Lernspiele ab 8 Jahre
- die besten Lernspiele ab 12 Jahre
Die beste Lernsoftware

- die beste Lernsoftware Vorschule
- die beste Lernsoftware Grundschule
- die beste Lernsoftware Schule
- die beste Lernsoftware Erwachsene




Nach der Wahl: Ihre Meinung und Erwartung bitte!weiter
 
Hat der 11. September auch für Sie die Welt verändert?weiter
 

Fitness-CoachFree E-mailReiseführerRestaurantsRoutenplanerStaumelderRezensionenGesundheitFAZ.NET MobilWetterFlugsucherNewsletter

 
© F.A.Z. Electronic Media GmbH 2001 - 2002