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7. Oktober 2002    <Gast>
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Die Trauer wiegt bleischwer


Parteien sind sich einig: Waffenbesitz erst ab 21 Jahre
FAZ.NET-Spezial: Das Schulmassaker in Erfurt
Dossier: Die „Counterstrike-Debatte“
Erfurt
Hunderttausend Menschen gedenken der Toten
 
 
4. Mai 2002 Bundespräsident Johannes Rau hat bei der Trauerfeier in Erfurt für die Opfer des Amoklaufs im  Gutenberg-Gymnasium zu mehr Mitmenschlichkeit und weniger Gleichgültigkeit aufgerufen. „Wenn die Gesellschaft zusammenhalten  soll, dann müssen wir uns umeinander kümmern“, sagte er am Freitag  auf dem Domplatz, wo sich rund 100.000 Menschen versammelt hatten,  um der Toten zu gedenken. „Wir sind ratlos und haben es nicht für  möglich gehalten, dass bei uns so etwas passiert“, sagte Rau. Es  müsse nach Konsequenzen gesucht werden, damit eine solche Tat nicht  mehr vorkomme.

An der Trauerfeier des Landes Thüringen nahmen neben Rau und Vogel  auch Bundestagspräsident Wolfgang Thierse, Kanzler Gerhard Schröder  (beide SPD) sowie zahlreiche Bundesminister und Ministerpräsidenten  teil. Der Bundespräsident gedachte der Opfer und ihrer Angehörigen,  aber auch der Familie des Täters. Niemand könne deren Trauer und  Scham ermessen. „Was immer ein Mensch getan hat, er bleibt trotzdem ein Mensch“, sagte Rau. Die Gesellschaft müsse einander und  aufeinander achten. Es dürfe nicht gleichgültig lassen, wenn Freunde, Schulkameraden, Kinder und Kollegen Wege gingen, die ins  Abseits führten, wenn sie aus der Wirklichkeit in die Scheinwelten  von Drogen oder elektronischen Spielen flüchteten.

Fünf Opfer des Massakers im Erfurter Gutenberg-Gymnasium sind am Samstag auf dem Hauptfriedhof Erfurts beigesetzt worden. Abgeschirmt von der Öffentlichkeit wurden sie im Beisein ihrer Familien und Freunde zur letzten Ruhe gebettet. Bereits am Freitag war eine der am 26. April getöteten Lehrerinnen in ihrer niedersächsischen Heimat beerdigt worden.

Rau: Alle sind gefordert

Rau sagte, die Selbstkontrolle der Medien sei wichtig, die eigene Selbstkontrolle jedoch noch wichtiger. „Wir müssen uns gegen eine  Verrohung der Gesellschaft wehren“, sagte Rau. Kinder bräuchten  deshalb eine lebendige Phantasie, die sie zu selbstbestimmten und  selbstbewussten Menschen werden lasse. Der Kampf gegen Gewalt,  Aggression und Hass dürfe jedoch nicht allein an die Schulen  delegiert werden. Alle seien gefordert.

"Gewalt und Terror“ dürfe nicht in Spielen und „virtuellen  Scheinwelten“ auftreten, sagte Vogel. Deswegen müsse über  entsprechende Gesetze gesprochen werden. Es werde Auseinandersetzung und Streit geben, jedoch solle dies „in einem  anderen Geist“ als sonst passieren. Vogel appellierte an die  Menschen, „Entsetzen in Kraft“ und „Schmerz in Liebe“ zu  verwandeln. „Wir sind voller Trauer, haben aber auch Hoffnung“,  sagte er weiter. Die Tat habe Wunden geschlagen, die niemals völlig  vernarben würden. Dennoch sei die Mitmenschlichkeit in Deutschland  keine verloren gegangene Tugend. Es gebe viel Gemeinsamkeit und  Gemeinsinn.

Schülerin sprach zur Trauergemeinde

Eine Schülerin der 12. Klasse des Gutenberg-Gymnasiums sprach im  Anschluss an den Ministerpräsidenten. In ihrer Schule habe immer  eine „familiäre Atmosphäre“ geherrscht. „So soll es auch wieder  werden“, sagte sie. Die getöteten Lehrer seien Vertraute und auch  Freunde gewesen. Sie hätten immer viele Ratschläge für den  Lebensweg der Schüler gegeben. „Sie werden uns fehlen“, sagte die  Schülerin weiter. Im Anschluss an die Trauerfeier fand ein  ökumenischer Gottesdienst unter freiem Himmel statt.

Der Amokläufer hatte insgesamt 13 Lehrer und eine Sekretärin, zwei  14- und 15-jährige Schüler sowie einen Polizisten erschossen.  Robert Steinhäuser, der ein geübter Schütze und Mitglied in einem  Schützenverein war, hatte gezielt auf Lehrer des Gymnasiums  geschossen. Die Bluttat hatte eine bundesweite Debatte über die  Ursachen von Gewalt und eine Verschärfung des Waffengesetzes  ausgelöst.


Text: @tk
Bildmaterial: dpa, ddp, AP
 
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