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7. Oktober 2002    <Gast>
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Erfurt und die Medien
Gewalt im Fernsehen wird am Runden Tisch diskutiert
 
 
3. Mai 2002 Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich am Donnerstagabend in Berlin mit 19 Intendanten der Fernseh- und Rundfunksender getroffen, um mit ihnen nach dem Amoklauf in Erfurt über Gewalt in den Medien zu beraten. Das erste Ergebnis: An einem neu gegründeten Runden Tisch soll nun weiter diskutiert werden.

Gerade 90 Minuten dauerte das Gespräch im Bundeskanzleramt. „Dabei ist es nicht um vordergründige Schuldzuweisungen gegangen, sondern um das, was getan werden muss, damit sich solch ein Vorfall nicht wiederholt“, sagte Schröder. Nach seinen Angaben sollen unter Einbeziehung der Betroffenen Fernsehspots zum Thema Gewalt gesendet werden.

90 Minuten sachlich diskutiert

An dem Runden Tisch werden Schröder zufolge auch die Verantwortlichen der Landesregierungen sowie Internetprovider und Videoproduzenten beteiligt. „Wir haben ein sehr sachliches Gespräch geführt“, sagte der Bundeskanzler. Dabei sei deutlich geworden, dass noch ein hartes Stück Arbeit notwendig sei, um Wiederholungen der Gewalttat von Erfurt zu vermeiden.

Der ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant Fritz Pleitgen erklärte, er sei mit Skepsis ins Kanzleramt gekommen. „Mit Gewalt im Fernsehen beschäftigen wir uns schon seit Jahrzehnten“, sagte Pleitgen. Seiner Meinung nach sind in der ARD-Berichterstattung keine Grenzen überschritten worden. Es sei notwendig, sich jetzt mit dem Thema intensiv auseinander zu setzen. „Ich erhoffe mir, dass wir zu konkreten und umsetzbaren Vorschlägen kommen“, sagte der ARD-Chef. Vor dem Treffen hatte Pleitgen Gesetzesänderungen als nicht notwendig bezeichnet.

Verhaltenskodex vorgeschlagen

ZDF-Intendant Markus Schächter schlug einen Verhaltenskodex über den Umgang mit Gewalt im Fernsehen vor. Der Kodex solle beim geplanten Runden Tisch über Gewalt in den Medien eingebracht werden. Schächter betonte, das ZDF habe in den letzten zehn Jahren „sehr konkrete Erfahrungen“ gesammelt, indem es sich strengste Regeln im Jugendschutz auferlegt habe. Der Sender habe aus den Gewaltdiskussionen der früheren Zeiten so viel gelernt, „dass wir keinen großen Korrekturbedarf haben“.

Dennoch dürfe nach dem Erfurter Amoklauf nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden. Dass Filme immer actionreicher und gewaltträchtiger sein sollten, um anzukommen, war Schächter zufolge eine Entwicklung der frühen 80er und 90er Jahre. „Wir haben die Erfahrung gemacht, das wollen die Zuschauer nicht mehr“, sagte er. Die im ZDF ausgestrahlten Filme seien deshalb im Jahr 2002 weniger gewaltträchtig als 1992.

„Wir waren dankbar, dass es dieses Gespräch gab, bei dem keine einseitigen Schuldzuweisungen getroffen wurden“, sagte der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation, Jürgen Doetz. In Zukunft müsse es darum gehen, der breiten Öffentlichkeit klarzumachen, dass Gewalt keine Lösung sei.

„Fernsehen nicht an Pranger stellen“

„Das Fernsehen soll jetzt nicht als ursächlich für Gewalt an den Pranger gestellt werden - das sind viel komplexere Zusammenhänge“, betonte Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) am Freitag. Das Fernsehen spiele zwar eine Rolle, doch müsse man sich vielmehr um ein kulturelles Gesamtklima bemühen, das eine ähnliche Entwicklung wie in den USA verhindere. Zur Begrenzung von Darstellung exzessiver Gewalt gebe es bereits viele Möglichkeiten in den Ländern, erklärte er. „Doch wir waren uns einig, dass wir einheitliche Standards wollen und dass die Standortkonkurrenz nicht den Jugendmedienschutz unterlaufen darf.“


Text: @kati
Bildmaterial: AP, dpa
 
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