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6. Oktober 2002    <Gast>
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Computerspiele als Gewalt-Inspiration?
Counterstrike
Debatte: Erfurt und die Frage nach der Software
 
Schon am Tag, als Robert Steinhäuser in Erfurt 16 Menschen erschoss, befasste sich FAZ.NET zum ersten Mal mit der Bedeutung von Computerspielen für die Inszenierung von Amokläufen.

Am anschließenden Wochenende sorgte der Beitrag "Software fürs Massaker" in der Sonntagszeitung der F.A.Z. für große Aufregung in der Community des Spiels „Counterstrike“. Freunde dieses Spiels, in dem Töten das Ziel ist, fühlten sich missverstanden.

Wer „Counterstrike“ noch nie gespielt hat und ins Forum "Erfurt - Wer trägt die Schuld" auf FAZ.NET schaut, wird überrascht sein, wie hoch der Identifikationsgrad der Gamer mit ihrem Spiel ist. Spieler des so genannten Ego-Shooters, den auch Robert Steinhäuser gespielt haben soll, wehren sich gegen die massive Kritik von Psychologen und aus der Politik - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) und der Kanzlerkandidat der Union, Edmund Stoiber (CSU), hatten ein sofortiges Verbot der so genannten Killerspiele gefordert.

„Computerspiele sind, wenn überhaupt, ein Ventil zum Ablassen von Aggressionen und kein Übungswerkzeug“, schreibt ein Fan im Internetforum „www.counter-strike.de“. Psychologen sind anderer Meinung: „Durch die Tötungssimulation wird - ähnlich wie an einem Flugsimulator - eine Kompetenz erarbeitet und trainiert“, so der Psychologe Harald Ackerschott.

Die Spieler der Ego-Shooter reagieren mit Unverständnis: „Die Hintergründe dieser Tat liegen garantiert nicht bei Computerspielen oder sonstigen Dingen. Der Attentäter war nur wieder einer dieser alleine gelassenen, gehänselten und komplexgeplagten Menschen, die nicht mit sich selber klar kommen“, schreibt ein Spieler unter dem Namen „Penta“ im Internetforum.

F.A.Z., FAZ.NET und das F.A.Z. Business-Radio haben die Frage nach dem Einfluss der „Software“ auf Gewalttaten wie in Erfurt und im amerikanischen Littleton aufgeworfen und diskutieren nun in der Zeitung und im Internet weiter.

Auf den F.A.Z.-Beitrag „Ihr seid nicht allein!“, der das Internet als Ort des Hasses untersucht, folgt der Kommentar „Wozu leben wir in einem Rechtsstaat“, der ein generelles Darstellungsverbot von Gewalt ablehnt. In einem als Audio-File abrufbaren Interview mit Konrad Lischka mit dem Titel „Computerspiele als Faktor, nicht als Auslöser“ diskutiert der Autor des Buches „Spielplatz Computer“ den Zusammenhang von virtueller und tatsächlicher Gewalt. Der Beitrag "'Counterstrike' - Geiselnahme und Bombenterror" erläutert die Grundzüge dieses Spiels. Und unter dem Titel "Offene Diskussion verhindert gesellschaftliche Ächtung" antwortet Dr. Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der F.A.Z., auf die Vorwürfe der aufgebrachten „Counterstrike“-Community.

Im Expertenforum "Counterstrike & das Schulmassaker von Erfurt" hat ein Feuilleton-Redakteur mit den FAZ.NET-Nutzern und Mitgliedern dieser Community über die Zusammenhänge zwischen Actionspielen und Aggression im wirklichen Leben, über Schuldfragen und Vorwürfe diskutiert. Sämtliche Einträge können noch gelesen werden, die Experten-Postings sind zusätzlich in dem Beitrag „Wer ist eigentlich 'die Gesellschaft'?“ versammelt.

Dieses Dossier versammelt alle Debattenbeiträge, zu deren Lektüre wir Sie auffordern möchten.


Text: @koe
Bildmaterial: Screenshot


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