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| Computerspiele als
Gewalt-Inspiration? | |
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Counterstrike Debatte: Erfurt und die Frage nach der
Software
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Schon am Tag, als Robert
Steinhäuser in Erfurt 16 Menschen erschoss, befasste sich FAZ.NET
zum ersten Mal mit der Bedeutung von Computerspielen für die
Inszenierung von Amokläufen.
Am anschließenden Wochenende sorgte
der Beitrag "Software
fürs Massaker" in der Sonntagszeitung der F.A.Z. für große
Aufregung in der Community des Spiels „Counterstrike“. Freunde
dieses Spiels, in dem Töten das Ziel ist, fühlten sich
missverstanden.
Wer „Counterstrike“ noch nie
gespielt hat und ins Forum
"Erfurt - Wer trägt die Schuld" auf FAZ.NET schaut, wird
überrascht sein, wie hoch der Identifikationsgrad der Gamer mit
ihrem Spiel ist. Spieler des so genannten Ego-Shooters, den
auch Robert Steinhäuser gespielt haben soll, wehren sich gegen die
massive Kritik von Psychologen und aus der Politik -
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) und
der Kanzlerkandidat der Union, Edmund Stoiber (CSU), hatten ein
sofortiges Verbot der so genannten Killerspiele gefordert.
„Computerspiele sind, wenn
überhaupt, ein Ventil zum Ablassen von Aggressionen und kein
Übungswerkzeug“, schreibt ein Fan im Internetforum
„www.counter-strike.de“. Psychologen sind anderer Meinung: „Durch
die Tötungssimulation wird - ähnlich wie an einem Flugsimulator -
eine Kompetenz erarbeitet und trainiert“, so der Psychologe Harald
Ackerschott.
Die Spieler der Ego-Shooter
reagieren mit Unverständnis: „Die Hintergründe dieser Tat liegen
garantiert nicht bei Computerspielen oder sonstigen Dingen. Der
Attentäter war nur wieder einer dieser alleine gelassenen,
gehänselten und komplexgeplagten Menschen, die nicht mit sich selber
klar kommen“, schreibt ein Spieler unter dem Namen „Penta“ im
Internetforum.
F.A.Z., FAZ.NET und das
F.A.Z. Business-Radio haben die Frage nach dem Einfluss der
„Software“ auf Gewalttaten wie in Erfurt und im amerikanischen
Littleton aufgeworfen und diskutieren nun in der Zeitung und im
Internet weiter.
Auf den F.A.Z.-Beitrag
„Ihr seid nicht allein!“, der das Internet als Ort des Hasses
untersucht, folgt der Kommentar
„Wozu leben wir in einem Rechtsstaat“, der ein generelles
Darstellungsverbot von Gewalt ablehnt. In einem als Audio-File
abrufbaren Interview
mit Konrad Lischka mit dem Titel „Computerspiele als Faktor,
nicht als Auslöser“ diskutiert der Autor des Buches „Spielplatz
Computer“ den Zusammenhang von virtueller und tatsächlicher Gewalt.
Der Beitrag
"'Counterstrike' - Geiselnahme und Bombenterror" erläutert die
Grundzüge dieses Spiels. Und unter dem Titel "Offene
Diskussion verhindert gesellschaftliche Ächtung" antwortet Dr.
Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der F.A.Z., auf die Vorwürfe der
aufgebrachten „Counterstrike“-Community.
Im Expertenforum
"Counterstrike & das Schulmassaker von Erfurt" hat ein
Feuilleton-Redakteur mit den FAZ.NET-Nutzern und Mitgliedern dieser
Community über die Zusammenhänge zwischen Actionspielen und
Aggression im wirklichen Leben, über Schuldfragen und Vorwürfe
diskutiert. Sämtliche Einträge können noch gelesen werden, die Experten-Postings
sind zusätzlich in dem Beitrag „Wer ist eigentlich 'die
Gesellschaft'?“ versammelt.
Dieses Dossier versammelt
alle Debattenbeiträge, zu deren Lektüre wir Sie auffordern
möchten.
Text: @koe Bildmaterial: Screenshot
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Verwaltungsakt oder Urteilsspruch: Missverständnisse
der „Counterstrike“-Entscheidung Was in der „Counterstrike“-Fangemeinde als Triumph
gefeiert wird, zeigt nicht viel mehr als die gegenwärtige
Gesetzeslage. Und die soll sich ändern.
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Mal gut, mal böse Auf Lan-Partys vernetzen sich Computer-Spieler
untereinander, um mit- und gegeneinander zu kämpfen. In ihren
Spielen jagen sich Terroristen und Counter-Terroristen durch dunkle
Gänge: Das beste Team gewinnt.

| Auf Lan-Partys gibt
es keine laute Musik. | |
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Generation Pumpgun: Die Krankheit der Jugend / Von
Marc Höpfner Ist eine
Schießerei im Fernsehen tatsächlich etwas völlig anderes als eine
Schießerei in der Nachbarschaft? Längst hat die Bilderwelt der
Medien die Sphäre des Wirklichen durchdrungen, und bei manchem
überlagert die bloße Vorstellung eines gelebten Lebens das real
gelebte Leben. Die heimliche Fusion dieser beiden Wirklichkeiten
beschert uns Explosionen schmerzlicher Irrationalität.
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Wir brauchen keine neuen Verbote Das Massaker von Erfurt eignet sich nicht für den
Wahlkampf, sagen die Politiker aller Parteien. Doch sobald sie
beginnen, nach Schuld und Sühne zu fragen, treten sie in nichts
anderes als eben diesen Wahlkampf ein. Die Verantwortung jetzt ganz
schnell den Medien und insbesondere dem privaten Fernsehen
zuzuweisen, dagegen wendet sich - verständlicherweise - der
Geschäftsführer von RTL, Gerhard Zeiler, in einem Gastbeitrag. Er
plädiert für Ursachenforschung und gegen Schuldzuweisung.
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Die große Wut Im
Blut der Littleton-Attentäter fand man Spuren von Prozac. Auf ihren
Computern lief "Doom", das Onlinespiel zum simulierten Erschießen
von Monstern und Menschen. Im Internet hatten sie sich an
Diskussionsforen beteiligt.
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Wie John Grisham die "Natural Born Killers"
jagte Das Massaker von Erfurt
war nicht das erste in einer Schule, es war aber das bislang
schlimmste und - wie wir fürchten müssen - nicht das letzte seiner
Art. Inwiefern Vorkommnisse wie dieses etwas mit dem Gewaltgehalt
unserer alltäglichen Unterhaltung zu tun haben, das wollte der
Schriftsteller John Grisham einmal am Beispiel von Oliver Stones
Film "Natural Born Killers" prüfen lassen. Grisham unterlag
seinerzeit vor Gericht. Doch jetzt ist es angezeigt, die Frage nach
der Gewalt noch einmal zu stellen.
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Offene Diskussion verhindert gesellschaftliche
Ächtung Counterstrike-Fans
müssen die offene Diskussion suchen, sonst werden sie zum Opfer der
Aufarbeitung des Erfurter Amoklaufs. Dazu fordert Dr. Frank
Schirrmacher, Mitherausgeber der F.A.Z. in einem Beitrag
auf.

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Der Amoklauf von Erfurt Der 19-jährige Robert Steinhäuser erschoss im
Erfurter Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen und tötete sich danach
selbst. Ein FAZ.NET-Dossier fasst das grausame Geschehen
zusammen.

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Online-Spiel „Counterstrike“ kommt nicht auf den
Index

| Nicht indiziert:
"Counterstrike" |  Die
Entscheidung ist gefallen: Das umstrittene Online-Spiel
„Counterstrike“ wird auch künftig für Jugendliche frei zugänglich
sein.
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Netz-Trittbrettfahrer kann man
fangen Ein Gespräch mit dem
Hacker, der die fingierte Web-Site des Erfurter Mörders gesperrt
hat: wie frei sollen Versuche sein, im Netz auf schreckliche
Ereignisse zu reagieren?
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Jagen und gejagt werden

| Eine Szene aus dem
Spiel "Counter-Strike" |  Die
Computer-Spiele sind an allem Schuld. Sind die Computer-Spiele an
allem Schuld? Jedenfalls geht ihnen bei Nicht-Spielern ein
schlechter Ruf voraus. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, daß viele
Spiele auf dem alten Räuber- und Gendarmeprinzip beruhen und in
Deutschland nur in zensierten Versionen erscheinen.
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Wozu leben wir in einem
Rechtsstaat? Wenn Otto Schily
morgen die Polizei losschickte, damit sie alle Gewaltverherrlicher
und Gewaltverharmloser verhafte: Wo verstecken sich dann James Bond
und Indiana Jones, der Terminator und der Gladiator?
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Computerspiele als Faktor, nicht als
Auslöser

| "Vielzahl an
Faktoren": Buchautor Lischka im F.A.Z.
Business-Radio |  Über
den Zusammenhang von virtueller und wirklicher Gewalt sprach das
F.A.Z. Business-Radio mit Konrad Lischka, Autor des Buches
„Spielplatz Computer“.
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Ihr seid nicht allein! Längst ist die Emotion im Netz eine Ware wie jede
andere auch. Das Internet ist der Ort, an dem nicht nur Liebende
zusammenkommen, sondern auch Hassende. Neben den Flirtstätten für
Einsame gibt es auch viel Platz für die, die weniger liebevolle
Gefühle für ihre Mitmenschen hegen. Wir haben es mit einer ganzen
Haßindustrie zu tun.
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Wer ist eigentlich „die
Gesellschaft“? In einem
Expertenforum diskutierte das Feuilleton der F.A.Z. mit Nutzern über
das Computerspiel Counterstrike. FAZ.NET hat für Sie die Einträge
zusammengestellt.
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