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AUS MÜNCHEN

Nach dem Amoklauf von Erfurt -
Wie gefährlich sind Computerspiele?

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29.4.2002
Autoren: Katrin Wrba, Axel Finkenwirth

Bad Reichenhall, November 1999, Ein 16-jähriger Schüler ermordet fünf Menschen mit den Waffen seines Vaters.

Freising, Februar 2002, ein jugendlicher Amokläufer tötet vier Personen, zwei ehemalige Arbeitsgeber und zwei Lehrer.

Erfurt letzten Freitag. 17 Tote sind das traurige Ergebnis einer Wahnsinnstat eines 19jährigen Gymnasiasten.

Alle drei Amokläufer hatten eines gemeinsam: Sie waren Fans von brutalen Video-Spielen. Spiele, die Jugendliche täglich an den Computer locken: Das populärste Spiel zur Zeit, Favorit auch des Täters von Erfurt: Counterstrike. Hier wird Terror und Antiterrorkriegsführung simuliert.

Und zwar täuschend echt, sagen die Spieler.

0-Ton Schüler:
"Was ich cool finde ist der Reiz, man kann sich auch öfter abreagieren, wenn ich nach Hause komme, Computer an oder so, Counterstrike an, ein bisschen zocken, im Internet oder so."

Counterstrike ist das Online-Spiel weltweit. Ziel des Spiels: töten und nicht getötet werden. Bis zu 500.000 Spieler sind laut Angaben des Herstellers ständig eingeloggt. Der Kick dabei: Man spielt nicht mehr gegen den Computer, sondern online gegen seine Freunde. Counterstrike bietet außerdem eine realistische Waffenkunde für Anfänger.

0-Ton Schüler:
"Was sind das für Waffen?. Es ist einfach von der 9 Millimeter Pistole bis zur Pump-Gun oder bis zum einem professionellen Maschinengewehr mit 300 Schuss."

Eigentlich ist die härtere, englische Version erst ab 18 Jahre erlaubt, doch das nimmt niemand ernst.

0-Ton Schüler:
"Also an"Counterstrike" kommt man so: man geht in einen Laden und kauft sich die Kaufversion, in englisch, geht dann ins Internet, wenn man es hat und zieht sich dann von "Counterstrike" die 1.4. , das ist momentan die Neueste." Frage: "Und ist das ab 18 oder ab wann darf man das spielen? "Ja, ich denke ab 18."

Gewaltvideospiele sind in, nur wenige Jugendliche können sich dem entziehen. Für viele Psychologen und Medienwissenschaftler ist die Nähe zur Realität ein Problem, die Simulation eine Anleitung zum Töten.

Prof. Jo Groebel, Medienwissenschaftler:
"Counterstrike" zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr nahe an der realen Simulation der Wirklichkeit ist und es ist damit etwas anderes als die üblichen Ablenkungsspiele, die es so im Internet oder auf Videospielen im Computerbereich auch gibt. Es geht schon sehr nahe an das Trainieren des Tötens anderer Menschen heran und ist somit besonders problematisch. Ganz problematisch ist, dass Gewalt als hip und cool verkauft wird."

Das Spiel, in dem man vom Polizisten bis zum Passanten jeden erschießen kann, ist nicht einmal das härteste für die Kids. Eine Steigerung des Gemetzels ist immer noch möglich:

0-Ton Schüler:
"Also "soldier fortune" ist wirklich das brutalste Spiel. Du musst einen mit der shot-gun abschießen, wenn er am Boden liegt, kannst sein Knie zerteilen, die Nase abschießen, die Einzelteile kannst du ihm abschießen, 14 Körperteile, du kannst dann sein Knie nochmals teilen, und mit dem Messer die Arme abschneiden, und das Gehirn fliegt rum. Und das 2er kommt noch besser."

Jetzt denken Politiker über Verbote der Videospiele nach. Sehr zur Belustigung der Jugendlichen, denn übers Internet könnte man alles beziehen, was man nur will.


© Bayerischer Rundfunk 2002