Dies ist das Archiv von MedienGewalt.de.
Das Archiv enthält Momentaufnahmen von Webseiten.
Unter Umständen wurde die Seite inzwischen verändert.
MedienGewalt.de steht zu den Verfassern dieser Seite in keiner Beziehung.


mdr.de
ard.de
Sitemap Hilfe Kontakt Impressum Dienstag, 08. Oktober 2002
die besten Nintendo Spiele
Überblick

Die Signale der Kinder

Sendung vom 05.02.2002

· Medizinisches Wörterbuch: Die Signale der Kinder
· Vor Ort: Kindernotdienst Leipzig
· Hilfe verspricht: Mit Gesprächen Computerspiele begleiten
· Anders heilen: Gewalt erkennen und vorbeugen
· Unser Hausrezept: Naturmittel bei Kopfschmerzen und Ermüdungserscheinungen
Quelle: Hauptsache Gesund
Viele Eltern, viele Großeltern bewegt in diesen Tagen angesichts der Ereignisse von Erfurt die Frage: Welche Signale senden unsere Kinder, wenn ihre Seele wund ist. Was kann hinter Essstörungen stecken? Wie verkraften Kinder Trennungen? Was signalisiert plötzlicher Leistungsabfall in der Schule? Schlafstörungen, Bettnässen oder Fingernägel knabbern - sind das Zeichen von ungelösten Konflikten?
 Zum Thema

Literaturhinweise

Adressen

 Linkliste

Empfehlenswerte Links

Medizinisches Wörterbuch: Die Signale der Kinder

Nach neuesten Untersuchungen zeigt ein Fünftel aller Kindergartenkinder zwischen drei und sechs Jahren ein auffälliges Verhalten wie Aggressionen, Konzentrationsprobleme oder Ängstlichkeit.
Das typische Schulkind von heute leidet viel stärker unter Ängsten als Kinder gleichen Alters in den 50er-Jahren. Das ist das erschreckende Ergebnis zweier amerikanischer Studien . Hohe Anforderungen in der Schule, Freizeitstress und Konflikte in der Familie bringen die Kinder oft an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Mehr als die Hälfte klagen über Erschöpfung und Stress.
Ärzte und Psychologen sind sich einig: Kinder haben heute zu viel Stress, zu wenig Schlaf und zuwenig Bewegung.
Wenn ein Kind überfordert ist, verweigert es als erste Reaktion jede Leistung. Schulprobleme bis hin zum Schulversagen sind die Folgen. Doch auch der Körper zeigt Reaktionen, wenn die Seele im Ungleichgewicht ist. Die Angst nicht geliebt zu werden oder zu versagen und der damit verbundene Stress können krank machen. Die Eltern ahnen in der Regel nicht, was ihr Kind wirklich quält, wenn es sinnlos Dinge zerstört, beim Spielen immer Außenseiter ist, mit sechs Jahren noch - oder wieder - einnässt oder chronische Schlafstörungen hat.

Werden Kinder langfristig überfordert, entwickeln sich zusätzlich zu den Leistungsproblemen mit hoher Wahrscheinlichkeit Verhaltensstörungen. Diese äußern sich in Aggressivität und motorischer Unruhe. Die Kinder spielen bevorzugt den Klassenclown, erledigen keine Hausaufgaben und schwänzen die Schule. Auch Tagträumen, Essstörungen und übermäßige Schüchternheit können Folge chronischer Überforderung in Schule und Familienleben sein. Trennungen der Eltern führen vor allem bei Jungen zu gesteigerter Aggressivität während Mädchen sich zurückziehen und ein erhöhtes Anpassungsverhalten zeigen. Probleme bei Mädchen zeigen sich oft erst in der Pubertät oder später.
Das Ausmaß der Störung des Sozialverhaltens steht im direkten Zusammenhang zum Drogenmissbrauch. Je früher und stärker diese Störungen sind, desto früher und desto wahrscheinlicher ist auch ein früher Drogenkonsums, aber auch ein frühes Rauchen oder Alkoholkonsum.
Bei Stress und Überforderung, greifen vor allem die Jugendlichen, die nicht gelernt haben, mit Herausforderungen, Konflikten und Enttäuschungen umzugehen, zu Suchtmitteln, von denen sie sich Ablenkung und Entspannung versprechen.

In Deutschland leiden schätzungsweise 2,5 Prozent der Schulkinder und 15 Prozent der Teenager an einer behandlungsbedürftigen Depression. Die Symptome verstecken sich meist hinter einer Verhaltensauffälligkeit, die der Laie nicht selten auf Erziehungsmängel zurückführt.
Bei Jungen äußert sich die seelische Erkrankung vielfach in Zerstörungswut oder ständigem Streiten. Dabei zerstören sie vor allem das, was ihnen besonders lieb ist. Mädchen hingegen reagieren mit Rückzug und Hemmungen. Oft münden psychische Probleme bei ihnen in Gewalt gegen sich selbst. Sie verletzen sich selbst, schlitzen sich etwa Arme und Beine auf. Typisches Beispiel für diese Selbstverletzungen sind auch Essstörungen (Magersucht, Bulimie), die vor allem mit Beginn der Pubertät auftreten können und gefährliche Warnsignale sind.
Hinzu können ständig wiederkehrende körperliche Beschwerden wie morgendliche Bauch- und Kopfschmerzen, Einschlaf- und Durchschlafstörungen, eine gebeugte Körperhaltung und Rückenschmerzen Anzeichen einer Depression sein.
Depressive Kinder ziehen sich immer mehr aus ihrem sozialen Umfeld zurück und vergraben sich zu Hause in ihrem Zimmer. Sie trösten sich oft mit Süßigkeiten und nehmen dadurch schnell zu.

Bettnässen (Enuresis) gehört ebenfalls zu den häufigsten Störungen des Kindesalters. Vom Bettnässen spricht man, wenn sich ein Kind in einem Alter von 5 Jahren und älter noch regelmäßig einnässt. Etwa 10 Prozent der Siebenjährigen und noch 1-2 Prozent der Jugendlichen sind davon betroffen. Dabei müssen aber nicht immer psychische Probleme die Ursache sein.
Einnässen kann ein Symptom vieler, rein körperlicher Krankheiten sein. Häufige organische Ursache ist eine einfache Entzündung der Harnwege. Selten können aber auch Epilepsie, Diabetes, neurologische Störungen oder anatomische Fehlbildungen der Harnwege der Enuresis zugrunde liegen. Deshalb sollten organische Krankheiten grundsätzlich durch eine ärztliche Untersuchung ausgeschlossen werden.
Die häufigste Form des Bettnässens, die primäre Enuresis nocturna, wird als eine unkomplizierte Verzögerung der Entwicklung des Kindes betrachtet. Sie betrifft etwa 75 Prozent aller Fälle.
Bei der sekundären Enuresis spielen dagegen wahrscheinlich psychische Ursachen die Hauptrolle.
Einnässen kann dann ein unbewusstes Signal sein: "Etwas stimmt nicht". Nässt ein Kind wieder ein, nachdem es lange trocken war, lassen sich oft unerwartete Veränderungen im Leben des Kindes finden, die es verunsichern. Ein Geschwisterchen wurde geboren, der Verlust eines Familienmitgliedes, Streitigkeiten in der Familie, ein Trennungserlebnis oder ein Umzug.
Auch das Einnässen tagsüber weist oft auf ein seelisches Problem hin.

Als Gründe für die Zunahme von Ängsten, Verhaltensstörungen und Depressionen bei Kindern vermuten Experten neben der echten oder vermeintlichen Zunahme äußerer Bedrohung (Aids, Umweltschäden, Atomkrieg), vor allem die Abnahme sozialer Bindungen. Früher wuchsen Kinder überwiegend im Netzwerk der Familie auf, die Großeltern übernahmen dabei wichtige Betreuungsaufgaben. Freundschaften in der Nachbarschaft verstärkten das Gefühl von Geborgenheit. Diese gewachsenen sozialen Strukturen gibt es heute immer weniger. Wo früher vorgelesen, gemeinsam gespielt und gewandert wurde, regieren heute Fernsehkrimis und Computerspiele. Zudem finden die Eltern offenbar immer weniger Zeit für ihren Nachwuchs. Durchschnittlich zehn Minuten pro Tag, so das Ergebnis einer deutschen Studie, befassen sich die modernen Väter intensiv mit ihren Kindern.
Werden bei Kindern Verhaltensstörungen festgestellt, ist es wichtig, diese ernst zu nehmen. Vor allem sollte man dem Kind zuhören, wenn es reden möchte. Dafür ist viel Zuwendung und vor allem mehr Zeit für Kinder notwendig.
Zudem sollten unnötige Belastungen abgebaut werden, so dass das Kind genügend Freiraum hat, damit es sich spielerisch entwickeln kann.
Jedes Kind hat Stärken und Schwächen, die die Eltern herausfinden und akzeptieren müssen. Dann wird es auch nicht vorkommen, dass etwas erzwungen wird. Ein regelmäßiger Kontakt zu den Lehrern kann dabei helfen.
Wichtig ist, dem Kind Erfolgserlebnisse zu gönnen. Das stärkt das Selbstbewusstsein und motiviert.
Grundsätzlich sollte man keine Scheu haben, sich professionelle Hilfe zu suchen. So bekommt man in einer Familienberatungsstelle eine kostenlose und unverbindliche Erstberatung. Der Blick von außen hilft oft, das Problem zu erkennen. Nicht jedes Kind braucht eine Psychotherapie, oft reichen schon kleine Veränderungen, um das seelische Gleichgewicht wieder herzustellen.
Vor Ort: Kindernotdienst Leipzig

Selbstmord (Suizid) bei Kindern und Jugendlichen ist nach wie vor ein großes Tabuthema. Dabei ist der Suizid nach dem Unfalltod die zweit häufigste Todesursache in dieser Altersschicht bis 20 Jahre. In Deutschland versuchen täglich 40 Kinder sich das Leben zu nehmen, für 3 von ihnen kommt jede Rettung zu spät.
Eine erster Schritt für suizidgefährdete Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern kann das Aufsuchen einer Einrichtung des Kindernotdienstes sein. Kinder und Jugendliche haben bei diesem Krisendienst eine Anlaufstelle, bei der sie schnell und unbürokratisch Schutz und Hilfe in für sie ausweglosen Situationen finden.
Fast jeder Suizid kündigt sich durch Zeichen und Handlungen an. Gefährdete Kinder und Jugendliche provozieren und stören in der Schule, halten sich nicht mehr an Regeln oder leiden an Ess- und Magersucht. Manchmal streiten sie, stehlen, sind trotzig, aggressiv und brechen Beziehungen mit Freunden ab. Acht von zehn Selbstmördern haben ihre Tat vorher angekündigt. Oft werden auch deutliche Signale nicht beachtet. Wenn "zum Spaß" Kreuze und Särge gemalt werden, fühlt man sich an die eigene Angst vor dem Tod erinnert und übersieht leicht die Verzweiflung des Jugendlichen.
Die Frage der betroffenen Eltern nach dem ,,Warum" bleibt meist unbeantwortet. Nur jeder zehnte jugendliche Selbstmörder hinterlässt einen Abschiedsbrief.
Die Ursache des Suizids bei Kindern und Jugendlichen liegt oft in der frühen Kindheit. Fehler in der Erziehung wie Zurücksetzen oder Vernachlässigung des Kindes, fehlende Grenzen, Misstrauen, aber auch ständige Kritik oder eine angstfördernde Erziehung sowie zu hohe Leistungserwartungen gehören dazu.
Auslöser für einen Suizid sind meist aktuelle Anlässe wie z.B. Verlust eines Elternteiles durch Scheidung oder Tod, Probleme in der Schule oder Beruf, Drogenprobleme und Kriminalität (Diebstahl), aber auch zerbrochene Freundschaften und Liebeskummer.
Nicht zu unterschätzen sind psychische Erkrankungen als Ursachen . 60 % aller Selbstmörder litten unter Depressionen.
Aber auch Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist ein sehr weit verbreitetes Problem. Die Betroffenen schämen sich, darüber zu sprechen oder werden mit Drohungen zum Schweigen gebracht. Häufig stehen diese Kinder und Jugendliche ohne Hilfe da und wissen keinen anderen Ausweg als den Freitod.

Eine Schlüsselrolle bei der Verhütung von Selbstmorden kommt den Eltern zu. Das Kind braucht, um sich entwickeln zu können, die einfühlsame Liebe der Eltern. Es darf keine Angst vor ihnen haben, muss sie aber respektieren. Das Kind muss wissen, dass die Eltern immer für es da sind.

Hilfe in Konfliktsituationen bieten Kindernotdienste und Kindernothilfen, die in jeder größeren Stadt zu finden sind.
Bei der Suche nach einem Ansprechpartner in der Nähe können auch die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendtelefons "Die Nummer gegen Kummer" helfen.
Die Telefonnummer
Kinder- und Jugendtelefon 0800 / 111 0 333 und Elterntelefon 0800- 111 0 550,
(Mo- Freitag 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr) ist kostenlos und verbindet den Anrufer zur nächsten Beratungsstelle in der Umgebung.
nach oben
Hilfe verspricht: Mit Gesprächen Computerspiele begleiten

Medienwissenschaftler und Pädagogen sind sich weitgehend einig, dass Gewalterfahrungen aus Computerspielen oder in Videos allein kaum Auslöser für einen Gewaltausbruch oder Amoklauf sein können.
Allerdings werden bei der Suche nach Gründen für solche Gewaltausbrüche Video- und Computer-Spiele von der Öffentlichkeit schnell als ein Argument ins Feld geführt. Vor allem sogenannte "Ego-Shooter" zu deutsch "Ballerspiele". Einzige Spielregel ist hier das reflexsichere Abschießen der in den virtuellen Labyrinthen lauernden Gegner. Reine Geschicklichkeitsspiele oder doch versteckte Anleitung zur Gewalt?
Nach dem bisherigen Stand der Medienwirkungsforschung gibt es vier grundlegend verschiedene Theorieansätze zu Gewalt und Computer-Spielen. Keiner dieser Erklärungsansätze konnten allerdings bisher bewiesen oder widerlegt werden.
Nach der sogenannten Stimulationstheorie sollen aggressive Computer-Spiele die Aggressionsbereitschaft fördern. Die Inhibitionstheorie besagt hingegen, dass aggressive Computer-Spiele Angst erzeugen und die Aggressionsbereitschaft hemmen. Demgegenüber sollen nach der Habitualisierungstheorie aggressive Computer-Spiele abstumpfend und gewöhnend wirken. Und nach der Katharsistheorie schließlich bauen aggressive Computer-Spiele Spannungen ab und mindern dadurch die Aggressionsbereitschaft. So unterschiedlich diese Theorien auch sind, in einem Punkt sind sich die Forscher einig: Es gibt keinen einfachen Ursache - Wirkung Zusammenhang für die Entsehung von Gewalt durch Computer-Spielen.
Für die Faszinations- und Anziehungskraft von aggressiven Computer-Spiele gibt es im Wesentlichen zwei Gründe.
Gewalt ist spannend: Sie wirkt der Langeweile - einem wesentlichen Auslöser, überhaupt zu spielen - entgegen. Durch die permanente Bedrohungssituation wird ein Abflachen des Spannungsniveaus verhindert. Aber durch eine gleich bleibende Handlung oder Abnutzung grafischer Effekte nimmt das Interesse mit der Zeit ab. Es müssen neue Spiele mit veränderten Spielmustern und aufwendigeren Effekten auf den Markt. Die hierdurch entstehende Gewaltspirale wird von dem Bedürfnis nach immer stärkeren Reizen in Gang gehalten.
Zweitens wird durch Gewalt Kontrolle und Macht ausgeübt. Die Macht im Computer-Spiel steigt im hohen Maße mit der Zerstörungskraft der Waffen. Bessere Technik bedeutet mehr Kontrolle und mehr Macht. Und anders als im realen Leben gelten im Spiel überschaubare Regeln, mit denen der Spieler die Kontrolle über das Spielgeschehen und den Computer-Raum erlangt. So kann er Ohnmachtgefühle gegenüber der Vielschichtigkeit der realen Welt ausgleichen.

Aber wenn es um die Beurteilung der Auswirkungen von Computer-Spielen geht, kommt dem Realitätsgrad der Spielewelt eine wichtige Bedeutung zu. Für Kinder unter 12 Jahren, die zudem noch nicht zwischen Fiktion und Realität unterscheiden können, bergen brutale Computer-Spiele durchaus Gefahren.
Je wirklichkeitsnaher und glaubwürdiger die virtuelle Welt ist, umso eher wird ein Bezug zur Realität hergestellt. Besonders besorgniserregend sind dabei gerade die realistischen Ballerspiele (Ego-Shooter), denn die Szenarien, Waffen und Gegner sind hier weitgehend der Realität nachempfunden.

Vor allem sind die Eltern gefordert, die virtuellen Handlungsmuster ins rechte Licht zu rücken. Der wichtigste Schutz gegen die Umsetzung von Gewalt aus Computerspielen in die Realität ist die Entwicklung des moralischen Bewusstseins. Das sind zum großen Teil abendländische Wertvorstellungen, "Du sollst nicht töten" und "Tu deinem Nächsten nichts a"?. Niemand wird allein wegen brutaler Spiele zum Gewalttäter. Die Eltern sollen aber wissen, was das Kind in seiner Freizeit spielt, für das Kind da sein und mit dem Kind reden.
Damit wäre schon viel erreicht. Computerspiele sind ein fester Bestandteil der heutigen Jugendkultur. Sie zu verbieten, wäre zwecklos.
Anders heilen: Gewalt erkennen und vorbeugen

Auseinandersetzungen auch mit den Fäusten zu führen, ist in Kindergarten und Schule nichts Ungewöhnliches. Die Grenzen zwischen einer harmlosen Kabbelei, einem normalen Ringen um die Rangfolge oder aber dem Anfang einer Laufbahn als Gewalttäter sind dabei fließend. Erfahren Eltern von Prügeleien oder gar Misshandlungen anderer Kinder, gilt es deshalb schon frühzeitig wachsam zu sein. Hier sollte man so früh wie möglich eingreifen. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass schon im Alter von fünf Jahren relativ festgelegt ist, ob jemand in Zukunft ein gewalttätiges Verhalten haben und beibehalten wird. Über 40 Prozent der Kinder, die ein aggressives Verhalten in Kindergarten und Schule zeigen, behalten diese Schwierigkeiten bis ins Erwachsenenalter hinein.
Aggressives Verhalten wird von den Fachleuten einer Störung des Sozialverhaltens zugeordnet. Es entsteht über einen langen Zeitraum und ist gekennzeichnet durch ein extremes Maß von Streit, Wutausbrüchen, provokativen Verhalten, Tyrannisieren, Schulschwänzen. Auch häufiges sinnloses Lügen oder kleinere Diebstähle können ebenso Alarmzeichen sein, Eltern zum Handeln veranlassen sollten.
Die Eltern sollten mit ihrem Kind sprechen und wieder einen Zugang zu ihm finden. Das heißt, sich für die Probleme des Kindes zu interessieren, Interessen zu fördern, viel Zeit mit ihm zu verbringen und sich über die Freizeittätigkeiten zu informieren. Gleichzeitig sollte ein enger Kontakt zu Schule oder Kindergarten gehalten werden.
Wichtig ist es, gerade auch in Konfliktsituationen dem Kind ein Vorbild zu sein: Kinder lernen durch beobachten. Und was sie dort erleben, das prägt ihre eigenen Verhaltensweisen. Aggressive Störungen bei Kindern und Jugendlichen kommt besonders häufig vor, wenn in den Familien viel gestritten wird, die Kinder vernachlässigt werden, aber auch Ablehnung oder Missbrauch existieren. Wenn Gewalt im Elternhaus als normales Mittel im Umgang akzeptiert ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese Konfliktlösung von den Kindern übernommen wird.
Unser Hausrezept: Naturmittel bei Kopfschmerzen und Ermüdungserscheinungen

Durch den Leistungsdruck und die Anforderungen im Elternhaus leiden Kinder und Jugendliche immer mehr unter Stresssymptomen. Kopf- und Magenschmerzen, Nervosität, Schlafbeschwerden und Essstörungen gehören dazu.
Kinder übernehmen häufig vorbehaltlos Verhaltensmuster ihrer Eltern. Auf diese Weise lernen auch Kinder früh die medikamentöse Problemlösung kennen. Als ob alle Sorgen mit Tabletten zu beheben wären.
Bei Kopfschmerzen helfen oftmals Entspannung und ein Spaziergang an der frischen Luft. Eltern sollten den Arzt fragen, ob eine Medikamentengabe tatsächlich notwendig ist.
Auch mit naturheilkundlichen oder alternativen Heilverfahren sind bei Kindern erstaunliche Wirkungen zu erzielen.
Zur Anwendung bei Kindern empfehlen wir einen Teeaufguss aus Orangenblüten. Er entfaltet eine mild beruhigende und entspannende Wirkung und sollt vor allem abends getrunken werden.
Bei Ermüdungszuständen bietet sich Pomeranzenschalen-Tee an. Er schmeckt bitter aber nicht unangenehm und kann bei Bedarf mit Honig gesüßt werden. Dreimal täglich eine kleine Tasse etwa zu den Mahlzeiten sorgt für Belebung und besseren Appetit. Wahlweise können auch die getrockneten Schalen unbehandelter Orangen (Bioladen) verwendet werden.
nach oben
24.07.2002 | 17:40  
zurück  
Mehr aus mdr.de
Internet

Neue Kindersicherung fürs Internet


Neuartige Heilmethoden

Es geht auch anders.

BRISANT ist neuen Behandlungsarten auf der Spur.

Das Erfindermagazin

Dienstags um 19.50 Uhr mit Ulrike Nitzschke.

Thema: "Ideen, die einheizen"

Leben mit Behinderung

Moderatorin: Elke Bitterhof


Programm per Mail

Hier können Sie sich Ihr Programm individuell zusammenstellen lassen.

Das Jobjournal

Informationen rund um die Arbeitswelt

Kindersicherung


 
nach oben
 © 2002 | MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK