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Thüringens Kultusminister
Krapp (CDU) hat Sonderregelungen für die Abiturienten-Klasse des
Gutenberg-Gymnasiums in Aussicht gestellt. Im Morgenmagazin des ZDF
sagte er: "Es muss in diesem Fall individuell festgelegt werden, wie
die Schüler zu einem vollwertigen Abschluss kommen". Gleichzeitig
wies Krapp Kritik am Thüringer Schulwesen erneut zurück, nach dem
Jugendliche ohne Abschluss die Schule verlassen müssen, wenn sie
nicht zum Abitur zugelassen werden. Das System sehe für alle
Schullaufbahnen zentrale Abschlussprüfungen vor. Nach Ansicht von
Krapp verbietet es deshalb die Gleichbehandlung, dass Gymnasiasten
nach der 10. Klasse den Realschulabschluss ohne eine entsprechende
Prüfung erwerben können.
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Trauma-Opfer sollen
schnelle Hilfe bekommen
Unterdessen hat das Thüringer
Sozialministerium angekündigt, den traumatisierten Schülern und
Lehrern des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums und den Angehörigen
möglichst rasch eine psychotherapeutische Behandlung ermöglichen.
Der zuständige Abteilungsleiter Oesterheld sagte, das Ministerium
habe für die Bereitstellung von Therapieplätzen Gespräche mit der
Unfallkasse und den Krankenkassen aufgenommen. Die Kostenübernahme
solle unbürokratisch geklärt werden.
Nach Angaben des
Ministerium gibt es gegenwärtig noch keinen exakten Überblick
darüber, wie viele Therapieplätze benötigt werden. Seit dem Amoklauf
in der Schule sind Psychotherapeuten aus Thüringen und anderen
Bundesländern in Erfurt zur Akutbetreuung der Betroffenen im
Einsatz. Nach Meinung von Experten werden die Traumatisierten unter
Umständen sogar über Jahre hinweg ständig psychologische Hilfe
benötigen. |
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Zwei
Millionen Euro vom Bund für den Umbau des Gymnasiums |
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 | SPD-Fraktion
verspricht Millionen fürs Gymnasium
Der Vorsitzende der
SPD-Bundestagsfraktion, Struck, hat dem Erfurter Gutenberg-Gymnasium
einen Bundeszuschuss von zwei Millionen Euro zum Umbau des Gebäudes
zugesichert. Das Geld solle aus dem, Stadtumbau-Programm Ost kommen
und müsse noch vom Bundestag beschlossen werden, sagte er der
"Celleschen Zeitung". Es sei für die Schüler kaum zumutbar, in
denselben Räumen unterrichtet zu werden, in denen der Amokläufer 16
Menschen tötete. |
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| 04.07.2002 | 22:49 |
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