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30.April: Hinterbliebene erhalten Soforthilfe
Die Familien der im Erfurter Gutenberg-Gymnasium ermordeten 15 Lehrer und Schüler und des getöteten Polizisten erhalten 5000 Euro Soforthilfe. Das hat das Thüringer Kabinett beschlossen. Ministerpräsident Vogel erklärte, dass die Hilfe bei späteren Unterstützungen nicht angerechnet wird. Außerdem will der Freistaat den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat anrufen, um das Waffengesetz zu verschärfen. Die vom Bundestag am Freitag beschlossene Neuregelung müsse im Lichte der Ereignisse noch einmal geprüft werden. Die Stadt Erfurt hat inzwischen erste Konsequenzen aus dem Amoklauf des 19-Jährigen Schülers gezogen. Bis auf weiteres will sie keine Waffenbesitzkarten mehr ausstellen. Bürgermeister Hagemann sagte, die Stadt werde zunächst eine Verschärfung des Waffenrechts abwarten.
Täter handelte allein und nach Plan

Laut Vogel ist inzwischen sicher, dass Robert S. keinen Komplizen hatte. Die Obduktion der Opfer habe ergeben, dass alle Kugeln nur aus einer Waffe stammten. Außerdem mutmaßt die Polizei, dass S. seine Tat lange vorbereitet hatte. Dafür spreche die Tatsache, dass er nach seinem Verweis von der Schule im Oktober 2001 über Monate gezielt Munition gekauft habe. Regierungschef Vogel erklärte, dass S. nach seinem Verweis vom Gutenberg-Gymnasium zwei Angebote erhalten hatte, an anderen Gymnasien seine Schulausbildung zu beenden. In einem Fall habe die betreffende Schule keinen Physik-Leistungskurs angeboten, wie von S. gewünscht. Das andere Gymnasium besuchte er zeitweilig, ging dann aber nicht mehr hin. Als Robert S. wegen Urkundenfälschung und unentschuldigten Fehlens vom Gutenberg-Gymnasiums verwiesen wurde, wurden seine Eltern auf seinen Wunsch hin nicht informiert. Dies war möglich gewesen, weil er volljährig und nicht mehr schulpflichtig war.
Vergabe der Waffenbesitzkarte rechtens

Nach Angaben der Stadt Erfurt ist bei der Ausgabe der Waffenbesitzkarte an den Amokläufer alles rechtens gewesen. Bürgermeister Hagemann sagte, es gab keinen Grund dem 19-Jährigen die Karte zu verweigern. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hätten allerdings ergeben, dass Robert S. den Kauf seiner Waffen nicht dem Ordnungsamt meldete, obwohl er dazu verpflichtet gewesen sei. Den Angaben zufolge erhielt er Ende Juni 2001 eine so genannte Waffenbesitzkarte Grün. Diese berechtigte ihn zum Erwerb von Kurz- und Langwaffen bis zu einem Kaliber 12/70 und der dazugehörigen Munition in beliebiger Menge. Der Schützenverein habe ihm die für die Karte nötige Sachkunde und das Bedürfnis für den Besitz von Waffen bescheinigt. Anfragen beim Bundeszentralregister sowie bei Landes- und Kriminalpolizei hätten keine Beanstandungen ergeben.

Der ehemalige Schüler des Gutenberg-Gymnasiums hatte am Freitag in der Schule 16 Menschen erschossen und anschließend sich selbst getötet. Bei seiner Bluttat feuerte er 40 Schuss aus einer Pistole ab. Eine mitgebrachte Pumpgun setzte er nicht ein. Die Polizei fand später rund 500 Schuss Munition auf einer Toilette der Schule.
Endgültige Klarheit über Internetseite

Nach Angaben des Thüringer Innenstaatssekretärs Scherer steht nun auch endgültig fest, dass eine angeblich vom Täter gestaltete Internetseite von einem Trittbrettfahrer betrieben worden ist. Auf der inzwischen geschlossenen Website waren Amokläufe in Schulen verherrlicht und Lehrer, Schüler sowie die Gesellschaft beschimpft worden. Noch keine neuen Erkenntnisse gibt es laut Scherer zu den angeblichen SMS-Warnungen des Täters an mehrere Personen, am Tattag nicht zur Schule zu kommen.
04.07.2002 | 22:12  
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