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27.April: Amokschütze hatte Waffen legal
Der Amokläufer von Erfurt hat seine Tatwaffen legal erworben. Nach Angaben von Ministerpräsident Vogel war der 19-Jährige Mitglied im Polizeisportverein und einem Erfurter Schützenverein. Für seine Waffen, eine Pump-Gun und eine Pistole, habe er ordnungsgemäße Besitzkarten gehabt. Innen-Staatssekretär Scherer betonte allerdings, dass der Polizeisportverein organisatorisch nichts mit der Polizei zu tun habe. Gleichzeitig gab Scherer bekannt, dass die Opfer ausschließlich mit der Pistole erschossen wurden.

Bei der Durchsuchung des Gymnasiums fand die Polizei weitere 500 Schuss scharfe Munition. Auch in der Wohnung der Mutter wurden die Beamten fündig und stellten über 100 Schuss Munition sicher. Es wird vermutet, dass der Täter noch mehr Menschen töten wollte. Inzwischen scheint so gut wie sicher zu sein, dass an der Tat kein zweiter Schütze beteiligt war. Letzte Gewissheit soll jedoch die Obduktion der Opfer bringen.
Zentrale Trauerfeier am Freitag

Auf einer Pressekonferenz am Sonnabend kündigte Ministerpräsident Vogel für den 3. Mai eine zentrale Trauerfeier für die Opfer an. Daran wird auch Bundespräsident Rau teilnehmen. Bis zu diesem Zeitpunkt bat Vogel darum, alle Veranstaltungen mit Vergnügungscharakter ausfallen zu lassen.

Vogel wandte sich entschieden dagegen, als Konsequenz aus der Tragödie künftig Schulen zu Festungen zu machen. Den Amokläufer bezeichnete der Ministerpräsident als unauffälligen jungen Mann, der bislang noch nie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sei.
Blutbad während des Mathe-Abiturs

Der Täter hatte gestern am späten Vormittag im Gutenberg-Gymnasium 40 Schüsse in dem Gymnasium abgefeuert und sich regelrecht durch das Haus geschossen. Der Hass des 19-Jährigen, der vor wenigen Wochen von der Schule verwiesen wurde, richtete sich vor allem gegen Lehrer. Dem Amoklauf des Schützen fielen 16 Menschen zum Opfer, dann erschoss sich der junge Mann selbst. Die Polizei hatte am Sonnabendmorgen die Zahl der Opfer korrigiert.

Den neuen Angaben zufolge starben außer dem Täter, einem Polizisten und zwei Schülern 13 Lehrer. Auch die Angaben bei den toten Schülern wurden berichtigt: Bei den Opfern handelt es sich nicht um zwei Mädchen, sondern um eine 14-Jährige Schülerin und einen 15-Jährigen Jungen. Eine versehentlich für tot gehaltene Lehrerin konnte Innenstaatssekretär Scherer zufolge gerettet werden. Derzeit liegen noch zehn Verletzte im Krankenhaus.
Lehrer beendete Amoklauf

Ein Lehrer hat während der Tragödie noch Schlimmeres verhindert. Die Polizei bestätigte einen Bericht des "Focus", wonach sich der Pädagoge dem Täter in den Weg stellte und den Amoklauf stoppen konnte. Dem Bericht zufolge ging der Geschichtslehrer auf den 19-Jährigen zu, zog ihm die Maske mit den Sehschlitzen herunter und sagte ihm: "Robert, es hat keinen Sinn mehr - aber erschieß mich doch." Der enttarnte Amokläufer habe geantwortet: "Ich habe keine Lust mehr." Daraufhin habe der Lehrer den Amokschützen in ein Zimmer geschubst und abgeschlossen. In diesem Raum erschoss sich der ehemalige Schüler später.

Das Gutenberg-Gymnasium hat durch den Amoklauf fast ein Viertel der Lehrer verloren. Oberbürgermeister Ruge sagte am Sonnabend bei einem Besuch vor der Schule, er wisse nicht, wie es dort weitergehen solle. Wann und wie am Gutenberg-Gymnasium der Unterricht wieder aufgenommen wird, ist noch völlig ungewiss. Kultusminister Krapp kündigte an, flexibel reagieren zu wollen. Man strebe dabei individuelle Lösungen an.
05.07.2002 | 15:16  
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