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25.Juni: Erfurter Amoklauf ist aufgeklärt
Der Amoklauf eines ehemaligen Schülers am Erfurter Gutenberg-Gymnasium ist weitgehend aufgeklärt. Thüringens Innenminister Köckert (CDU) sagte bei der Vorstellung des vorläufigen Abschlussberichts, der Täter Robert Steinhäuser sei eiskalt vorgegangen. Er habe für die Tat rund zehn Minuten gebraucht. Entgegen früherer Gerüchte habe er aber keinen Mittäter gehabt. Die Ermittlungen gegen Unbekannt würden deshalb eingestellt. Zwar seien die Untersuchungen noch nicht endgültig abgeschlossen, doch lägen alle für die staatsanwaltschaftliche Beurteilung notwendigen Informationen vor. Insgesamt 517 Zeugen wurden zu dem Verbrechen vernommen, darunter 33 Lehrer und 256 Schüler.
Motiv war der Schulverweis

Dem Bericht zufolge hätten die Opfer, die bis zu acht Mal von Schüssen getroffen wurden, selbst bei einer sofortigen medizinischen Notversorgung keine Überlebenschance gehabt. Mit Blick auf das Motiv für die Tat verwies Köckert auf die Zeugenaussage eines Handwerkerlehrlings. Auf dessen Frage, ob dies ein übler Scherz sei, habe der Täter die Maske abgenommen und erklärt, er sei von der Schule verwiesen worden.

Zugleich bestätigte Köckert Aussagen des Lehrers Rainer Heise in allen wichtigen "Eckpunkten". Heise hatte angegeben, den Täter in einem Raum eingeschlossen zu haben. Ob es auch ein Gespräch zwischen Heise und Steinhäuser gegeben hat, konnte nicht ermittelt werden. Kritik wegen eines angeblich zu zögerlichen Einsatzes der Polizei wies der Minister zurück.
17 Tote in zehn Minuten

Steinhäuser hatte am 26. April diesen Jahres ein Massaker an der Erfurter Schule verübt. Der 19-jährige ehemalige Schüler hatte dem Bericht zufolge zwischen etwa 10.58 Uhr und 11.09 Uhr zwölf Lehrer, zwei Schüler, eine Sekretärin, einen Polizisten und gegen 11.17 Uhr sich selbst erschossen. Die Überlebenden des Massakers und ihre Angehörigen werden weiterhin psychologisch betreut. Die Krankenkassen in Thüringen teilten mit, dass sie für die Fortsetzung der Behandlung gemeinsam zusätzliche Kosten in Höhe von 100.000 Euro übernehmen. Es solle auf unkomplizierte Weise geholfen werden. Für weitere Betreuungsmaßnahmen für die Betroffenen stünden zwei Millionen Euro zur Verfügung, sagte Köckert.

Die Schüler des Gutenberg-Gymnasiums hätten die Abiturprüfungen "ohne besondere Vorkommnisse" abgeschlossen, so der Bericht weiter. Alle 73 Abiturienten hätten die Prüfungen bestanden. Für die Generalsanierung des Schulgebäudes, in dem voraussichtlich nach der Sommerpause 2003 der Unterricht wieder aufgenommen werden soll, gebe es eine mündliche Zusage des Bundes.
Ermittlungen in Hannover: Schüler ahmen Blutbad nach

Unterdessen ermittelt die Polizei gegen Schüler einer zehnten Klasse in Hannover. Diese hätten als "Abschlussstreich" den Amoklauf von Erfurt nachgeahmt. Ein Polizeisprecher sagte, es werde gegen 14 Jugendliche ermittelt. Die Jugendlichen sollen maskiert ihre Schule gestürmt haben. Dann hätten sie mit Krachern, gefüllten Ballons und Spielzeug-Pumpguns das Erfurter Blutbad nachgeahmt. Viele Lehrer und Schüler hätten mehrere Stunden unter Schock gestanden. Der Vorfall hatte sich am 12. Juni ereignet, war aber erst jetzt an die Öffentlichkeit gekommen.
05.07.2002 | 00:48  
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