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9.Mai: Krapp kritisiert Medienberichterstattung
Quelle: mdr.de
Thüringens Kultusminister Krapp Bild: ddp
Thüringens Kultusminister Krapp hat Kritik an der Medienberichterstattung über den Erfurter Amoklauf geübt. "Zu verengt" hätten diese unmittelbar im Anschluss an die Tat nach Ursachen gesucht, sagte Krapp auf einer Podiumsdiskussion in Leipzig. Dabei verwies er auf die Medien, die zwischen dem Verbrechen und dem thüringischen Schulsystem einen Zusammenhang herstellen wollten. Zur aktuellen Debatte über die Verbotsverschärfung von gewaltverherrlichenden Filmen und Computerspielen, sagte Krapp im Gespräch mit MDR ONLINE: "Die Wirkung von Verboten ist sehr schwach." Er befürworte aber Sanktionen gegen Produzenten und "Dealer" von Waren, die der Jugend schaden. "Die Jugendschutzgesetze müssen nicht unbedingt verschärft werden, sondern sie müssen angepasst werden." Der Minister plädierte außerdem für den Ausbau der Medienpädagogik an Schulen. Das Fach sollte in die existierenden Unterrichtsfächer integriert werden.
Konfliktlösung statt Gewalt gefragt

Auf dem Leipziger Hauptbahnhof trafen sich am Mittwoch Vertreter aus Medien, Politik und Wissenschaft zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion unter dem Titel "Alptraum Gewalt ? Die Verantwortung der Mediengesellschaft". Aufhänger der Veranstaltung war der Erfurter Amoklauf und die in die Kritik geratene Medienberichterstattung. Die Medienwissenschaftlerin Prof. Johanna Haberer diagnostizierte als Hauptursache für das journalistische Fehlverhalten die Kommerzialisierung der Medien.

Ferner stellten sich die Podiumsgäste der Frage, ob Medien zuviel Gewalt vermitteln und welche Folgen Gewaltdarstellungen auf die Zuschauer hätten. Norbert Sauer von der UFA Film vermochte keine Sendung im deutschen Fernsehen auszumachen, die unter dem Gewaltaspekt in "irgendeiner Weise unzumutbar" wäre. Seiner Meinung nach könne Mediengewalt auch abschreckend wirken. Dem hielt Haberer entgegen, dass der extensive Konsum von medialer Gewalt zur Kultivierung von Gewalt führe. Beinahe einmütig begrüßte das Podium Verbote gewaltverherrlichender Videos und von Computerspielen. Zweifel äußerte Haberer: "Wer einen Mord verüben will, findet immer ein Drehbuch."

Bis zum Schluss verlief die Podiumsdiskussion ohne nennenswerte Kontroversen. Entsprechend resümierte Werner Dieste, Direktor des MDR LANDESFUNKHAUS THÜRINGEN, kurz vor Ende der Veranstaltung, man sei sich einig, dass in den Medien statt Gewalt viel mehr alternative Möglichkeiten der Konfliktlösung gezeigt werde müssten.
05.07.2002 | 15:09  
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