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8.Mai: Suche nach Komplizen bestimmt Ermittlungen
Die Ermittlungen zum Amoklauf in Erfurt konzentrieren sich derzeit auf mögliche Komplizen oder Mitwisser. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Polizei erklärten, sie könnten noch nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausschließen, ob es Helfer oder Mitwisser gegeben habe. Als fast ausgeschlossen wird ein weiterer Schütze. Eine Rekonstruktion des Tathergangs in voraussichtlich zwei Wochen soll klären, ob "die Tat in dieser Zeit von einer Person verübt werden konnte", sagte der Erfurter Polizeichef Grube. Gegen einen zweiten Täter sprächen unter anderem die 71 gefundenen Patronen, die alle mit der gleichen Pistole abgeschossen wurden. Für die Ankündigung des Massakers in einem Chat im Internet, wie das ein Zeuge aus Bayern behauptete, gibt es laut Grube keine Hinweise. "Es lässt sich nicht nachweisen, dass der relevante Chat stattgefunden hat", sagte Grube.

Pumpgun klemmte

Bisherigen Untersuchungen zufolge versagte die Pumpgun des 19-Jährigen. Die Waffe sei manipuliert gewesen. Die Vorrichtung, die dafür sorgt, dass die Waffe nur mit zwei Patronen gleichzeitig bestückt werden kann, sei entfernt worden. In der Waffe hätten acht Schrotpatronen gesteckt, eine weitere habe sich im Lauf verklemmt.
Nach 20 Minuten war alles vorbei

Jüngsten Erkenntnissen zufolge spielte sich die Tat binnen zehn bis 20 Minuten ab. Grube bestätigte, dass der Lehrer Heise die Polizei sofort nach dem Zusammentreffen mit Robert Steinhäuser informiert habe: Um 11.20 habe er Polizisten vor dem Haupteingang erklärt, dass er jemanden eingeschlossen habe und den Beamten einen Schlüssel übergeben. Er habe die Beamten zu den Raum führen wollen, in dem sich Steinhäuser tatsächlich befunden habe. Diese hätten Heise aber davon abgebracht, da der Täter bis an die Zähne bewaffnet gewesen sei.
SMS-Warnungen noch ungeklärt

Zeugen hatten davon berichtet, dass sie per Kurznachricht (SMS) davor gewarnt wurden, am Tattag in die Schule zu gehen. Gruber erklärte dazu, diese Nachrichten seien weder vom Handy noch vom Computer des Täters abgeschickt worden. Für weitere Nachforschungen nach möglichen anderen Absendern seien noch gerichtliche Beschlüsse nötig, sagte Staatsanwalt Heß.
Täter war Einzelgänger mit Vorliebe für Gewaltfilme

Im Zimmer des Todesschützen seien viele Computerspiele und Videokassetten mit brutalen Gewaltdarstellungen entdeckt worden. Darunter hätten sich "dunkle, bluttriefende und gewaltverherrlichende Filme" befunden. Steinhäuser sei ein Einzelgänger gewesen, der "keinen festen Freundeskreis, keinen richtigen Kumpel" hatte. Steinhäuser hatte am 26. April im Gutenberg- Gymnasium 16 Menschen und sich selbst mit einer Pistole erschossen. Er war einige Monate zuvor von dem Gymnasium verwiesen worden.
Polizei weist Vorwürfe am Einsatz zurück

Die Polizei wies zudem Kritik an ihrem Einsatz während des Amoklaufes zurück. "Kein Polizeibeamter ist zum Tatort gefahren, der nicht Bescheid wusste, dass dort geschossen wurde", sagte Grube. Die "Thüringische Landeszeitung" hatte zuvor berichtet, Polizeiexperten zweifelten an dem Einsatz. Hauptkritik sei, dass erst um 15.10 Uhr der letzte Verletzte geborgen wurde. Aber auch der Führungs- und Einsatzstab im Innenministerium sei kritisiert geworden. Grube erklärte, die Beamten hätten ihre Taktik geändert, nachdem Informationen über einen möglichen zweiten Täter bekannt wurden. Daher seien die Notärzte, die um 11.13 Uhr vor Ort waren, nach eigenen Angaben nicht gleich in das Schulgebäude gegangen. Sie hätten Polizeischutz abgewartet, und wenig später in die Schule gegangen.
04.07.2002 | 22:59  
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