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6.Mai: Gutenberg-Schüler wieder im Unterricht
Die Schüler und Lehrer des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums haben am Montag den ersten Schritt in den Schulalltag gewagt. Zehn Tage nach dem Amoklauf fanden sie sich in einer Grundschule im Südosten für vier Unterrichtsstunden ein. Die meisten Kinder brachten ihre Eltern mit. Sicherheitskräfte wachten darüber, dass nur Befugte das Gebäude betraten. Wie der Sprecher des Thüringer Kultusministeriums sagte, ist ein normaler Unterricht aber noch nicht möglich. Die rund 700 Schüler werden zusätzlich von 60 Lehrern aus Thüringer Schulen und zehn Pädagogen aus dem Partnergymnasium Mainz unterrichtet. Weitere zehn Lehrkräfte des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung wurden ebenfalls zur Unterstützung hinzugerufen.

Einige Lehrer sind nach Angaben des Kultusministeriums noch nicht in der Lage, wieder vor die Schüler zu treten. Die Klassengemeinschaften, die nach der Tragödie enger zusammengerückt waren, bleiben in ihrer bisherigen Form bestehen. Sie werden weiterhin von jeweils zwei Psychologen betreut. In den verbleibenden sechseinhalb Wochen bis zu den Sommerferien soll die Zahl der täglichen Unterrichtsstunden auf vier beschränkt bleiben. Für die Abiturienten begannen die Gespräche über individuelle Lösungen für einen vollwertigen Abschluss.
Gutenberg-Gymnasium bleibt vorerst geschlossen

Das Gutenberg-Gymnasium, in dem die Polizei am vergangenen Mittwoch die Spurensicherung abgeschlossen hatte, bleibt gesperrt. Das fast 100 Jahre alte Jugendstil-Gebäude soll nach dem Willen von Schülern, Lehrern und Eltern kein "Mahnmal" werden. Bundeskanzler Schröder versprach inzwischen, dass der Bund die Renovierungskosten in Höhe von mehreren Millionen Euro übernimmt. An der Renovierung wollen sich auch Thüringer Firmen und andere Sponsoren finanziell und materiell beteiligen.
Amokläufer erhielt keinen Schulverweis

Unterdessen hat das Thüringer Kultusministerium darauf hingewiesen, dass der Erfurter Amokläufer Robert Steinhäuser keinen Schulverweis vom Gutenberg-Gymnasium erhalten hat. Steinhäuser sei im Oktober vergangenen Jahres zu einem Schulwechsel aufgefordert worden, da das Vertrauensverhältnis zwischen ihm und der Schulleitung zerstört gewesen sei. In einem entsprechenden Gespräch habe er sich auch zu einem Schulwechsel bereit erklärt. Anschließend habe das Erfurter Schulamt zwei neue Schulen zugewiesen. Die erste Schule habe jedoch einen wichtigen Kurs nicht angeboten, bei der daraufhin zugewiesenen Schule habe sich der spätere Täter nicht gemeldet. Das Ministerium verwies darauf, dass das Gutenberg-Gymnasium rechtlich korrekt gehandelt habe und Steinhäuser "nicht ohne Netz und Boden" verwiesen habe. Der zu diesem Zeitpunkt bereits volljährige Steinhäuser hatte außerdem gewünscht, dass seine Eltern nicht über die Vorgänge informiert werden. Am 26. April hatte der Amokschütze an seinem ehemaligen Gymnasium 12 der 53 Lehrer und zwei Schüler erschossen und sich dann selbst getötet. Außerdem starben die Schulsekretärin und ein Polizist.
05.07.2002 | 00:21  
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