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3.Mai: Sonderlösung für Gutenberg-Abiturienten
Die 16 Bundesländer wollen spezielle Lösungen für die Abiturienten des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums bundesweit anerkennen. Das vereinbarten die Kultusminister bei einem Treffen nach der Trauerfeier für die Opfer des Amoklaufes. Die 80 Schüler müssten nicht noch einmal in eine Prüfung. "Es kann nicht sein, dass die Abiturienten durch diese Wahnsinnstat Nachteile haben", sagte ein Sprecher.

Thüringens Kultusminister Krapp hatte für die Abgänger bereits eine Sonderregelung zur Anerkennung der Hochschulreife angekündigt. Bis zum Jahresende würde nach individuellen Lösungen für die Schüler gesucht, so dass jeder der Betroffenen das Abitur ablegen könne. Krapp sagte, eine der ersten Aufgaben sei es, den Stand der schriftlichen Prüfungen zu erfassen und jedem Abiturienten zuzuordnen. Die Schüler selbst seien unterschiedlicher Meinung. Einige sagten, sie wollten die Prüfungen ablegen, weil sie es ihren Lehrern schuldig seien, andere fühlten sich derzeit dazu außerstande. Die wichtigsten schriftlichen Prüfungen seien allerdings bereits abgelegt.
Schulen sollen nicht zur Festung werden

Zuvor hatten die Minister angekündigt, die Gewalttat von Erfurt zum Anlass für eine intensive Beschäftigung mit dem Thema Gewalt zu nutzen. Schon zum zweiten Mal seien in Deutschland Lehrer Opfer von Gewaltverbrechen geworden. Dies gebe angesichts der besonderen Brutalität, mit der der Todesschütze vorgegangen sei, "Anlass zu großer Sorge." Jedoch dürften die Schulen nun "nicht zu Festungen werden", sie müssten weiterhin offene Orte der Kommunikation und Begegnung bleiben.
Schröder: Weniger Gewalt in den Medien sind wir Opfern schuldig

Bundeskanzler Schröder erklärte in einem Brief an die Bevölkerung, dass Gewaltdarstellungen in den elektronischen Medien stark verringert werden müssen: "Das sind wir den Opfern von Erfurt schuldig". Medien und Politik müssten dafür sorgen, dass sich eine solche Tat nicht wiederhole - "So weit das menschenmöglich ist." Dafür solle auch der Runde Tisch zur Begrenzung von Gewaltdarstellung in Fernsehen und Internet sorgen, über den sich am Donnerstagabend Schröder und die Intendanten privater und öffentlich-rechtlicher Fernsehsender geeinigt hätten. Das Gremium soll Vorschläge für einen besseren Jugendschutz und einen Richtlinien für den Umgang mit Gewaltszenen im Fernsehen, Internet und in Computerspielen erarbeiten.
ARD und ZDF sehen keinen Korrekturbedarf

ZDF-Intendant Schächter erklärte am Donnerstagabend, er werde dem Runden Tisch einen Verhaltenskodex über den Umgang mit Gewalt im Fernsehen vorlegen. Bei seinem Sender sehe er allerdings "keinen großen Korrekturbedarf". MDR-Intendant Reiter forderte, auch Online-Anbieter an Gesprächen zu beteiligen. Was im Internet an Brutalität und Menschenverachtung gezeigt werde, stelle alles in den Schatten. ARD-Chef Pleitgen erklärte, er hoffe auf konkrete und umsetzbare Vorschläge. Er betonte, seine Anstalt habe bisher keine Grenzen überschritten. Die Sender planen Aufklärungsspots zu senden, in denen Gewalt als Konfliktlösungsmittel geächtet wird.
04.07.2002 | 22:55  
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