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Erfurter Gespräch - Wenn Jugendliche durchdrehen
Das Erfurter Gespräch hat am Montagabend über Ursachen und Folgen der Bluttat im Erfurter Gutenberg-Gymnasium disklutiert. Moderator Thomas Bille hatte Thüringens Kultusminister Krapp, den Vorsitzende des Thüringer Lehrerverbandes, Rolf Busch, die Rechtspsychologin Alina Wilms, den Vorsitzenden des Fördervereins Gutenberg-Gymnasiums, Prof. Harald Dörig, die Schulleiterin des Gutenberg-Gymnasiums sowie eine Schülerin des Gymnasiums zu Gast.
Kultusminister will bundesweit anerkanntes Abitur für Gutenberg-Schüler

Thüringens Kultusminister Krapp versicherte dabei noch einmal, dass nach Möglichkeiten gesucht wird, die Schüler des Gutenberg-Gymnasiums zum Abitur zu führen. Krapp sagte, er habe von Schülern die unterschiedlichsten Reaktionen erhalten. Einige wollen unbedingt die Abiturprüfungen nachmachen, schon aus Respekt vor den getöteten Lehrern, andere sehen sich nicht in der Lage, noch einmal in eine Prüfung zu gehen. Derzeit bemühe sich sein Ministerium darum, dass die Schüler ein deutschlandweit anerkanntes Abitur erhalten. Dazu führe er Gespräche mit seinen Kultusministerkollegen in den anderen Ländern.
Thüringer Schulgesetz in der Kritik

In einer teilweise erregt geführten Debatte geriet auch das Schulsystem des Freistaats in die Kritik. Moderator Bille wollte vom Kultusminister wissen, ob nicht auch der Schulverweis ohne jeglichen Abschluss den Täter zu seiner Wahnsinnstat mitverleitet habe. Krapp erwiderte, dass Robert S. auch nach dem Verweis vom Gutenberg-Gymnasium die Chance hatte, das Abitur an anderen Gymnasien nachzuholen. Jessica Hampel, Eine Schülerin des Gymnasiums entgegnete jedoch, dass es in Thüringen sehr wohl ein Problem ist, dass einer, der sein Abitur nicht schafft (aus welchen Gründen auch immer), ohne jeglichen Schulabschluss bleibt. Hier müsse sich Thüringen den anderen Bundesländern anpassen. Die Direktorin des Gymnasiums, Alt, wies jedoch noch einmal darauf hin, dass tausende Schul-Laufbahnen in Thüringen abgebrochen werden, ohne dass es zu Gewalttaten kommt. Wer zwischen dem Schulverweis und dem Massenmord an ihren Lehrern eine Verbindung sehe, sei für sie ein unmoralischer Mensch.
Gutenberg-Gymnasium könnte Modellschule werden

Der Vorsitzende des Fördervereins Gutenberg-Gymnasiums, Prof. Harald Dörig, regte an, die Einrichtung zu einer Modellschule für praktiziertes Miteinander zu machen. Zuvor hatte der Vorsitzende des Thüringer Lehrerverbandes, Rolf Busch, konstatiert, dass die Schule alles, was in der Gesellschaft anfällt, auffangen muss. Busch wünschte sich ein besseren Austausch zwischen Schule und Eltern. Deren Vertreter, Dörig, ist sich sicher, dass eine bessere Ausstattung der Schulen und eine Einstellung weiterer Lehrer dabei helfen könnte. Direktorin Alt erklärte, es müsste Anspruch jeder Schule sein, ein solches Modell für Miteinander zu sein. Der Kultusminister verwies auf den PISA-Musterschüler Finnland, wo der Einsatz von Sozialarbeitern in der Schule gang und gäbe sei.
24.06.2002 | 20:57  
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