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Die Familie des Erfurter
Amokläufers Robert S. hat sich in einem Brief an die Öffentlichkeit
gewandt. Der Text trägt die Unterschrift von Mutter, Vater und
Bruder des 19-Jährigen. Das Schreiben wurde sechs Tage nach dem
Amoklauf im Gutenberg-Gymnasium in Thüringischen Zeitungen
veröffentlicht:
"Offener Brief
Die Trauer,
Verzweiflung und Hilflosigkeit in unserer Familie sind grenzenlos.
Uns tut es unendlich leid, dass unser Sohn und Bruder so eine
entsetzliches Leid über die Opfer und ihre Angehörigen, die Menschen
in Erfurt und Thüringen, über ganz Deutschland gebracht hat. Seit
dieser schrecklichen Tat vom vergangenen Freitag fragen wir uns
immer und immer wieder, woher der Hass und die Verzweiflung von
Robert kamen und warum wir nichts davon vorher erfahren haben. Wir
waren bis zu dieser brutalen Wahnsinnstat eine ganz normale Familie
und haben Robert anders gekannt. Bis jetzt haben wir noch nicht die
Zeit gefunden, um unseren Sohn und Bruder zu trauern, wir denken nur
an die Opfer und sind mit unseren Gedanken bei ihren
Familien.
Erfurt, 30.04.02 Ch. Steinhäuser G.
Steinhäuser P. Steinhäuser"
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| 04.07.2002 | 23:04 |
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