|
|
|
 |
Das Wort Amok stammt aus
dem Malaischen. Dort bedeutet es "Wut". Amok ist ein Fall von
plötzlich auftretenden psychischen Störungen in Verbindung mit
aggressivem Aktionsdrang. In der westlichen Welt wird Amok teils als
Sonderform der Selbstmordsuche angesehen.
Psychologen gehen
davon aus, dass es sich bei den Tätern ? statistisch gesehen meist
Männer ? um Personen mit einer besonderen seelischen Veranlagung
handelt. Aufgestaute Angst, Eifersucht, Scham, Demütigungen oder
gesellschaftliche Überforderung eines Individuums entladen sich
dabei zu einem bestimmten Zeitpunkt in Form von unberechenbaren
Aggressionen. Die Gründe des Ausrastens können dabei völlig banal
sein. Ursache kann auch eine sogenannte Katatonie sein, die
spezielle Variante einer schweren Persönlichkeitsspaltung. Experten
bezeichnen die Täter als zumeist bieder, unauffällig, unfähig, ihre
Gefühle zu zeigen und zur Selbstüberschätzung neigend.
In
Deutschland ereignete sich der bis Erfurt schlimmste Amok-Lauf im
Jahre 1964. Damals tötete ein psychisch kranker Mann mit einem
Flammenwerfer und einer Lanze zehn Menschen. In den Ausmaßen
vergleichbar mit dem Erfurter Amok-Lauf sind lediglich zwei
internationale: Im April 1999 töteten zwei Jugendliche an einer High
School in Littleton (Colorado, USA) zwölf Schüler und einen Lehrer.
Im März 1996 hatte ein entlassener Jugendbetreuer in der Turnhalle
der Grundschule von Dunblane (Schottland, Großbritannien) elf
Mädchen, fünf Jungen und eine Lehrerin erschossen und sich daraufhin
selbst getötet.
|
|
| 24.06.2002 | 20:06 |
|
|
|
|
|
|
|
 |
|
 |
Mehr aus mdr.de |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
Hier finden Sie eine Bilanz von Regierung und
Opposition.
|
 |
|
 |
 |
|