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Schüler blieben in Aula stundenlang in Ungewissheit

In einem Korrespondenbericht schildert die Agentur ddp die Vorgänge wie folgt:
11.05 Uhr: Erster Anruf bei der Polizei

Zu dieser Zeit informiert der Hausmeister des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums die Polizei. "In der Schule wird geschossen", teilt er über Notruf mit.

Fünf Minuten später erreicht der erste Streifenwagen die Schule. Als die beiden Polizisten die Schule betreten, sind sie nahezu chancenlos. "Nach dem Notruf hätte es sich auch um einen Zwischenfall mit einer Schreckschusspistole handeln können", urteilt später Einsatzleiter Rainer Gruber. Doch schon beim Betreten der Schule hagelten Kugeln auf die Beamten nieder. Ein 42-jähriger Polizeiobermeister stirbt sofort. Es handelt sich um einen Vater von zwei Kindern. Seine Tochter hat am heutigen Tag Geburtstag.

Dann herrscht Chaos. Weitere, inzwischen eingetroffene Polizisten ziehen sich zurück und sperren das Gelände ab. Kinder flüchten aus allen Ausgängen. Manche waren zuvor dem Täter begegnet, hatten Freunde und Lehrer sterben sehen. Polizisten geben Sanitätern Feuerschutz, die um das Leben der ersten geborgenen Opfer kämpfen. "Die Sanitäter sind da ohne Schutzweste rein. Ich habe einem der Männer meine Weste gegeben", beschreibt Gruber die Situation.
11.43 Uhr: Sondereinsatzkommando dringt in die Schule ein

Ein Sondereinsatzkommando beginnt die Schule Raum für Raum zu durchkämmen. "Den Polizisten bot sich ein Bild des Grauens", schildert der Einsatzleiter. "Auf den Gängen, in einzelnen Zimmern, auf einer Toilette wurden getötete Personen gefunden."

Quälend lange Stunden bleibt unklar, wie viele Täter in der Schule und wie viele Kinder und Lehrer noch eingeschlossen sind. Später wird allmählich klar, dass ein 19-jähriger ehemaliger Schüler, der aus zunächst unbekannten Gründen der Schule verwiesen worden war, mit Pump-Gun und Pistole in das Gymnasium gestürmt war. Nach der Ermordung von 17 Menschen tötet er sich selbst.

Erst am Nachmittag erreichen die Beamten das Dachgeschoss. Dort hatten sich in der Aula etwa 180 Schüler hinter Tischen und Schränken verbarrikadiert. Sie saßen über dem Matheabitur, als die Katastrophe begann.

Diejenigen, die sich unmittelbar nach Beginn des Amoklauf ins Freie retten können, werden in eilig auf einem nahe gelegenen Sportplatz aufgebauten Zelten betreut. Sie stehen unter Schock und können nicht fassen, was passiert ist.
24.06.2002 | 20:09  
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