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Der Amokläufer von Erfurt
hat nach bisherigen Erkenntnissen 71 Schüsse abgefeuert. Ein
Polizeisprecher sagte, die Ermittler hätten 72 Hülsen am Tatort
gefunden. 71 von ihnen werden der Waffe des Amokschützen, einer
Glock 77, zugeordnet. Eine Hülse soll aus der Waffe eines Polizisten
stammen, der als erster in das Gutenberg-Gymnasium gelangt
war.
Unterdessen rechnen die Ermittler nicht mit einem
schnellen Abschluss der Untersuchungen. Ministerpräsident Vogel
sagte, bislang sei nur ein Viertel der Zeugen vernommen worden.
Geplant seien 798 Zeugenanhörungen. 582 von ihnen stünden noch aus.
In der kommenden Woche wollen das Justiz- und das Innenministerium
gemeinsam einen weiteren Bericht über den Tathergang
vorlegen.
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| 05.07.2002 | 15:11 |
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